Tag 999 (nach der Tour) – Wie die Zeit vergeht

Beim Blick auf die Webseite viel mir heute eine Zahl ins Auge: 999 Tage seit der Heimkehr.

Das muss man erstmal sacken lassen.

Nini und ich sitzen uns gegenüber an unseren Schreibtischen in unserer Kölner Wohnung. Willkommen im Alltag! Lange war es still auf unserem Blog. Dies liegt nicht nur daran, dass in den letzten Monaten andere Dinge mehr im Mittelpunkt standen – sondern auch die Tatsache, dass wir seit unserer Rückkehr natürlich wieder in regelmäßigem Austausch mit Familie & Freunden stehen. Daher erscheint es nicht mehr so wichtig, unsere Erlebnisse in dieser Form zu teilen.

Eigentlich haben wir es aber anders erlebt – die Heimkehr bzw. die Rückkehr in das „geregelte Leben“ war letztendlich deutlich schwieriger, als die Abreise damals. Nun haben wir März 2015 und es erscheint uns manchmal endlos weit weg – diese kraftraubenden & anstrengenden Wochen vor dem Abflug im März 2011.  Und die Wochen nach unserer Rückkehr – die Eingewöhnung an das Zuhause sein, ins Büro fahren, am Wochenende (bei schönem Wetter) das Motorrad ein paar Kilometer über die Landstraße rollen zu lassen…

Vielleicht wird es Zeit, neue Pläne zu schmieden?!

Fakt ist, dass wir seit unserer Rückkehr keine Reise mehr ins Ausland mit den Motorrädern unternommen haben. Im Sommer 2013 waren wir eine Woche an der Ostsee mit den Bikes. Bei der Anreise sind uns mehr technische Pannen und Missgeschicke passiert, als während der 14 Monate auf Tour. Das Öl sprudelte aus der Transe, mein Schlüssel ist im Topecase abgebrochen, der Reißverschluss von Ninis Jacke verabschiedete sich…. Zum Glück sehen wir sowas völlig relaxed und verlassen uns darauf, eine Lösung oder kompetente Hilfe zu finden. Und zur Not tut es ein Taschenmesser und Klebeband (im Falle des Topcases) für ein paar Tage.

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Tag 131 – 200 (nach der Tour) Es weihnachtet sehr!

Datum: 14.10.2012 – 23.12.2012 Orte: Köln, Pohlheim, Frankfurt, Wiesbaden  Unterkunft: das Heim, Gästebett von Claudia & Daniel, Gästebett von Biggi & Carsten, Gästebett von Reni  & Stephi

Unglaublich aber wahr – Weihnachten 2012 steht vor der Tür. Obwohl es sich doch erst „wie gestern“ anfühlt, dass wir unser Zelt in den Bergen nördlich von Melbourne, Australien aufgeschlagen hatten. Dort waren wir vor einem Jahr und haben Weihnachten in Shirts + Shorts gefeiert. Es gab lecker Fleisch vom Grill und einen Salat & ein erfrischendes Sommergewitter. Meine rote Weihnachtsmütze blinkte festlich über den Campingplatz und für kurze Zeit konnten wir sogar das WLAN nutzen, um eine Botschaft nach Hause zu senden.

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Tag 43 – 130 (nach der Tour) Ein neuer Job, neue Pläne & ein Heim für Couchsurfer

Datum: 18.07.2012 – 13.10.2012 Orte: Köln  Unterkunft: das Heim, Gästebett von Claudia & Daniel

Nachdem ich mit Erschrecken festgestellt habe, dass ich seit fast 3 Monate nichts mehr gebloggt habe, nehme ich mir nun am diesem dunklen, kalten & verregneten Samstag Abend die Zeit dazu.

In den letzten Wochen ist viel passiert – aber natürlich ist der „Alltag“ nicht soooo abwechslungs- reich wie eine Reise 🙂 Dennoch gibt es ein paar Dinge zu berichten, an denen wir euch teilhaben lassen wollen.

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Tag 1 – 42 (nach der Tour) Ein neues Heim, neues Glück & die Rückkehr der CBF

Datum: 07.06.2012 – 18.07.2012 Orte: Köln  Unterkunft: Gästebett von Melli & Roman, das neue Heim Wetter: was soll man zu diesem deutschen Sommer sagen?!

Wer sich schon gefragt hat, was wir die letzten Wochen so getrieben haben, bekommt heute wieder mal ein Update. 

Anfang Juni bekamen wir den Hinweis, dass die Dachgeschosswohnung im Haus von Freunden zu vermieten ist. Kurzerhand organisierten wir einen Besichtigungstermin mit dem Eigentümer. Schnell waren Nadine und ich uns einig, dass wir die Wohnung nehmen möchten. Die notwendigen Renovierungsarbeiten übernahmen wir selbst. Ein paar Tage später hatten wir bereits den Schlüssel und konnten los legen. Die Wände & Decken wurden gestrichen, Laminat verlegt, die bereits vorhandene Küche geschrubbt, Lampen angebracht usw. Zwischendurch verlegten die Elektriker weitere Stromkabel und Steckdosen + der Schreiner reparierte die Türen & Fenster. Und Netcologne hatte innerhalb von 3(!) Werktagen Telefon und Internet (huiuiuiui – wir haben Glasfaser am Haus!) bereit gestellt. Dann ging eine IKEA-Einkaufsorgie und Webshop-Erstürmung los…

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Tag 415 – 434 Heimreise mit Hindernissen & Alles zurück auf Anfang in Deutschland

Datum: 18.05.2012 – 06.06.2012 Orte: Lissabon, Portugal -> Algeciras, Spanien -> Calpe -> Spanien -> Frankreich -> Luxemburg -> Deutschland  Unterkunft: Hotel, Gästebett von Maria & Harald, Gästebett von Uschi & Ludwig, Gästebett von Melli & Roman Wetter: überwiegend sonnig & warm

Dieser Blogbeitrag is längst überfällig und trotzdem schiebe ich es vor mir her. Nicht nur, weil wir gerade viel um die Ohren haben, sondern auch, weil unsere Reise nun abgeschlossen ist. Dieser Tatsache blicken wir noch nicht so gerne ins Auge.

Ich springe also nochmal zurück nach Lissabon. Je länger wir uns mit den Speditionen „herum schlugen“ desto schneller wurde klar, dass wir uns selber darum kümmern müssen. Sonst hätte es uns nur noch mehr Zeit & Geld gekostet. Mein Gesundheitszustand verschlechterte sich leider wieder rapide. Die kurze „Schonzeit“ in Deutschland hatte mir leider nur für ein paar Tage die notwendige Erholung verschafft. Als Nini dann mit dem Vorschlag ankam, dass wir den Nachtbus von Lissabon über Sevilla nach Algeciras nehmen sollten, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. 14 Stunden im Bus sitzen waren nun gar nicht meine Traumvorstellung.

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Tag 406 – 414 Ein fast unnötiger Besuch in Portugal

Datum: 09.05.2012 – 17.05.2012 Orte:  Köln, Deutschland -> Lissabon, Portugal Unterkunft: Gästebett von Melli & Roman, Hotel Wetter: in Deutschland kalt & nass, in Portugal schön warm

Die letzten Tage vor der Abreise in Köln vergingen schnell. Beim Packen kamen erste „Reisefieber“ Gefühle wieder auf. Am Dienstag war es dann soweit und wir saßen im Flieger nach Lissabon. Vorher haben wir uns natürlich von unserem Spediteur bestätigen lassen, dass das Schiff mit unserer sehnsüchtig erwarteten Fracht pünktlich eintreffen wird. 

Also ab in die S-Bahn Richtung Flughafen Köln/Bonn. Es fühlt sich immer noch komisch an, am Morgen die Bahn mit allen Berufstätigen zu teilen, die auf dem Weg zur Arbeit sind. Bald wird uns auch wieder dieses Schicksal ereilen.

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