Tag 5- 10 Florida Keys – Key Largo & Big Pine Key

Datum: 04.-09. April 2011 Ort: Key Largo + Big Pine Key, Florida, USA  

Unterkunft: Camping Wetter: sonnig, leichte Brise am Meer 

gefahrene km: ca. 250km Miami->Key Largo->Big Pine Key->No Name Key

 

 

Nini und ich haben Miami am 04. April Richtung Süden verlassen. Es ging auf dem Highway 1 Richtung Florida Keys.

Die Hitze und diverse Baustellen waren nervig aber letztendlich kamen wir aus der Stadt und dem hektischen Verkehr raus. Nach ca. 40 Meilen erreichten wir den tollen Teil der Strecke und konnten rechts von uns den Golf von Mexiko und links den Atlantik sehen. Es ging vorbei an endlosen Kilometern Meer und über zahlreiche Brücken. Einfach wundervoll!
Da wir noch keine Unterkunft gebucht hatten, deckten wir uns bei einem Supermarkt mit Lebensmitteln ein, um die erste Nacht auf einem Camping Platz nicht verhungern zu müssen. Gegen 18.30 Uhr trafen wir in Key Largo ein und steuerten den National Park an. Eine Übernachtung kostet dort 43$ pro Platz. Glücklicherweise gab es noch freie Zeltplätze! Da die Plätze fast zu 100% für Wohnwagen und Autos ausgelegt sind, liegt dort überall Schotter aus. Dies macht das sichere Abstellen der Motorräder schwierig.
Aber wenn man sich die Steine zurecht legt, dann klappt das ganz gut mit dem Seitenständer 🙂
Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben, war das Zelt schnell aufgebaut. Unsere netten Nachbarn – Susanne & Robert aus Kanada – haben uns ihren Hammer geliehen und noch ein kaltes Bier spendiert…was für eine Wohltat!!! Da die beiden aus dem französisch sprechenden Teil Kanadas kommen, konnten wir die zwei mit unseren halbgar vorhandenen Sprachkenntnissen beeindrucken. Es wurde ein lustiger Abend mit Susanne & Robert, der mit Scotch und Zigaretten endete. Da Nini keinen Whiskey mag, hatte ich mehr für mich und konnte besonders gut schlafen…
Auf dem harten Untergrund haben sich unsere extra reissfeste Plane und die super Isomatten bewährt. Weder das Zelt noch unsere Haut haben den Schotter zu spüren bekommen.
Am nächsten Morgen haben wir um eine Nacht verlängert und den Nationalpark ein wenig erkundet. Dabei hatte ich die erste Begegnung mit einem Leguan. Zahlreiche Wasservögel, Eichhörnchen, kleine Echsen, Greifvögel etc. sind zu entdecken & zu bestaunen. Den Tag verbrachten wir mit „schnorcheln“ (ohne Schnorchel aber mit unseren Schwimmbrillen) am kleinen Strand. Im Wasser liegen viele Kanonen von spanischen Schiffswracks. Darunter verstecken sich hübsche, bunte Fischchen. Nini war so nett, diese für mich aus den Verstecken zu „scheuchen“.
Abends wurde der Campingkocher zum ersten Mal in Einsatz gebracht. Es gab Chilli mit dicken Bohnen…macht bei zwei Leuten im Zelt auch Sinn… 
Die Camper sind alle sehr gesprächig (meistens Rentner, die nur auf neue Opfer warten) und zwei Mädels mit Motorrädern fallen schnell auf. Wir werden auf Schritt & Tritt angesprochen, warum wir denn keine BMWs fahren….
Das zusammen packen am nächsten Morgen war mühselig in der Hitze *ächz*. Gegen Mittag waren wir dann soweit. Zum Abschied bekamen wir von unseren anderen Nachbarn ein kleines Taschenmesser geschenkt – sehr praktisch!
Also wieder rauf auf die Moppeds und weiter Richtung Süden.Wieder über zahlreiche Brücken mit Blick auf endloses Meer. Nadine schaute neidisch jedem Harley Fahrer in Shirt, kurzer Hose, Flipflops und ohne Helm hinterher. Bisher kann ich sie wenigsten noch dazu zwingen, den Helm zu tragen!
Unsere nächste Station sollte der National Park auf der Bahia Honda sein. Leider waren keine Plätze mehr frei. Die netten Damen am Empfang gaben uns eine Liste mit weiteren Plätzen, wo wir unser Glück versuchen konnten. Direkt am nächsten hat es geklappt. Wir sind nun seit 4 Tagen auf der Big Pine Key und dem wunderschönen Big Pine Key Fishing Lodge Campingplatz. Unser Zelt steht keine 4 Meter vom Wasser entfernt. Dort weht beständig eine kühle Brise, die es erträglich macht.
Diana & Gary aus Detroit, Michigan, die seit vielen Jahren den Winter in Florida verbringen, sind unsere Nachbarn. Die beiden versorgen uns mit allerhand Empfehlungen, Tipps & Tricks. Inzwischen sind wir den beiden so ans Herz gewachsen, dass sie uns ihre Mailadresse gegeben haben mit der Bitte, ihnen ab und zu eine Nachricht zukommen zu lassen – damit sie wissen, dass es uns gut geht.
Am ersten Abend hat Jane, eine 56-jährige Kunstlehrerin aus dem Staat Washington, neben uns übernachtet. Es wurde ein geselliger Abend mit ihr mit Gesprächen über „Gott & die Welt“ bis spät in die Nacht. Sie lud uns ein, bei ihr vorbei zu kommen, wenn wir in der Nähe sind. Da sie am nächsten Morgen früh aufgebrochen ist, hat sie uns einen Zettel mit ihrer Telefonnummer und dem Wohnort hinterlassen. Es würde mich sehr freuen, sie wieder zu sehen.
Nini und ich „leiden“ inzwischen an der „Keys Desease“…wir haben keine Ahnung, welcher Tag es ist…. Aber meinen Geburtstag haben wir nicht vergessen 🙂
Am Abend ging es zum Dinner bei „Boondocks“ mit anschließender Runde auf dem dazu gehörigen Minigolf-Platz. Nini hat gewonnen mit 10 Vorsprung. Ich hatte beschlossen, zwei Mal Geburtstag zu feiern – einmal nach Deutscher Zeit und einmal nach Florida Zeit!!!
Am 08. April gab es für mich dann noch ein Dinner auf der „No Name Key“ (die heißt wirklich so!) in der „No Name Bar“ (seit 1936). Die  Bar hat an jeder freien Stelle der Wand oder Decke bemalte Dollar-Noten hängen. Wir hatten eine sehr leckere Pizza und haben unseren Schein ebenfalls hinterlassen.
Im Supermarkt hat Nini einen Kuchen besorgt und mir Happy Birthday eingeritzt. Den gab es zum Dessert am Strand neben unserem Zelt.
Wenn wir morgens aus dem Zelt schauen, blicken wir direkt auf die Bahia Honda (so heißt die Insel) und den Sonnenaufgang. Nachts hören wir das Meeresrauschen. Überall auf der Insel – und somit auch auf dem Campingplatz – laufen die Key Deers (Rehe) herum. So auch bei uns. Die sehr zahmen Tiere dürfen (per Gesetz) nicht gefüttert werden. Wir müssen unseren „Futterbeutel“ in den Baum hängen, damit die Rehe nicht da dran gehen. Heute früh ist das Reh sogar auf den Tisch geklettert, um an unsere Bananenschalen heran zu kommen. Diana erklärte uns, dass die total auf Bananenschalen abfahren…
Die Mücken hier fahren übrigens total auf Nini ab. Alleine an ihren Beinen habe ich gestern 54 Einstiche gezählt!!! Ich habe übrigens keinen einzigen. Nadine führt das darauf zurück, dass in Florida auch die Mücken gesund leben und auf ihre Cholesterin-Werte achten. Dafür habe ich mir gestern (im Schatten) sowas von den Pelz verbrannt! Heute verbringe ich den Tag im Aufenthaltsraum des Campingplatzes. Nix mit Pool oder Strand heute.
Einer der Hausmeister hier hat mir erklärt, wo er Aloe Pflanzen gesetzt hat. Dort können sich verbrutzelte Hobby-Floridianer wie ich direkt die Lotion aus den Blättern abzapfen. Das werde ich mal ausprobieren!
Nun genug für heute. Anbei noch ein paar hübsche Bilder:

K

P.S.: Ich habe einen kleinen Riss an meinem Vorderreifen entdeckt. Muss ich mir genauer anschauen und entscheiden, ob ich damit weiter fahren kann 😦

 

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3 Kommentare zu “Tag 5- 10 Florida Keys – Key Largo & Big Pine Key

  1. Erst mal: Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag, nachdem ich am Freitag mal wieder zu ‚busy‘ war den Blog zu lesen.Eure Reise scheint ja von Anfang an von netten Kontakten und tollen Eindrücken begleitet zu sein. Weiter so!Viele Grüße, Sven

  2. na ihr beiden … es klappt ja … als Motorradreisende lernt Frau (oder Mann) immer wieder Leute kennen …btw. in Germany isses auch schon Sonnenbrandwarm ..Gruss Hertschi

  3. Das sieht klasse aus!! Und ihr auch. Und ein total lustiger Text, Carsten und ich haben sehr gelacht. Dann wünschen wir euch weiterhin ganz viel Spaß und wir drücken die Daumen, dass alles mit deinem Reifen ok ist.Aloe Vera 🙂 von Hawain Tropic hilft sehr gut. Davon haben wir auch literweise in der Dom.Rep auf unsere zarten Körper gepumpt.So, aus Trotz nutzen wir nun das gute Wetter und gehen im Park grillen und Minigolf spielen. Ich zocke Carsten natürlich ab.Ich muss die ganze nächste Woche nach Daun in der Eifel. Da warst du doch mal auf Klassenfahrt. Mal sehen, ob die Bundeswehr dort Essenspakete abwirft… da gibt es nicht mal Handyempfang.

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