Tag 11-14 Action im Zelt, Southernmost Point, Vertreibung aus dem Paradies

Datum: 10.-13.  April 2011 Ort: Big Pine Key + Key West + Florida City, Florida, USA  

Unterkunft: Camping + Hotel Wetter: sonnig, leichte Brise am Meer & der erste Regen

gefahrene km: ca. 300km Big Pine Key-> Key West -> Florida City

 

In einer lauen Sommernacht spielte sich die folgende Szene in unserem Zelt ab:

(Personen unter 18 Jahren bitte zum nächsten Absatz runter scrollen!)

 

K liegt gemütlich auf ihrer Isomatte, schnarcht leise vor sich hin und träumt von einem großen Bett. Plötzlich wacht sie auf! Etwas krabbelt über ihren rechten Arm, über ihren Bauch und weiter runter hinab an ihrem Bein vorbei.  Dank ihrer jahrelangen Erfahrung im Action-Film schauen, reagiert sie sofort.

K wirft sich todesmutig und unter Anstregung aller Muskeln in absolute Starre. Kein Atem, den Herzschlag ausgesetzt, das Hirn vom Rückenmark getrennt und die Körpertemperatur in einem Wimpernschlag um 36 Grad gesenkt. Dies verdankt sie jahrelangem Training im elterneigenen Gartenhaus, welches auch als das Spinnenhaus Mittelhessens bekannt war.

Nur eine Person kann sie nun retten – „Super NINI“ !!!!

K: „Nini“ (leise)

N: schnarch

K: „Ninnniii“ (etwas lauter)

N: schnarch

K: „wach auf!“ (laut)

N: „waslos Hase?“

K: „da ist was im Zelt, mir ist was über den Arm gekrabbelt und es war groß!“

N: „da is nix“

K: „doch! da ist was! guck nach! nimm die Taschenlampe“

N: „das war bestimmt das Zelt“

K: “ guck nach – da ist was“ (leichte Panik in der Stimme“

N: „ok Hase, ich guck nach“

K: „rechts unter meinem Bein“

Die Taschenlampe wirft ihr unerbärmliches Licht in die dunklen Winkel des Zelts. Super-NINI kann mit ihren Röntgen-Augen überall durch schauen – nur nicht durch Isomatten mit Kryptonit.

N: „da ist nix“

K: „doch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

N: „ey krass – da ist ne Krabbe“

K: „(1,2,3, einatmen, 1,2,3, ausatmen, 1,2,3……..)

N: „ich gehe die Motorradhandschuhe holen“

K sitzt stundenlang alleine mit der gefärhlichen, menschenfrssenden Killerkrabbe alleine im Zelt – mitten in der dunkelsten Stunde der Nacht! Super-NINI kommt mit den Handschuhen zurück und fängt die in Panik flüchtende Krabbe. Blöd, dass die Viecher nur seitwärts laufen können – also direkt auf Ninis Isomatte. In einer einzigen geschmeidigen Bewegung schnappt sich Nini die Krabbe, springt aus dem Zelt und wirft das Monster zurück ins Meer. K war gerettet! 

THE END

 

 Am Sonntag gings dann die letzten Meilen den Highway 1 runter zur Mile 0.

Key West ist eine wunderschöne Stadt! Für die Moppeds hatten wir bald ein schattiges Plätzchen gefunden und dann ging es zu Fuß weiter. Nach einem spannenden Besuch im Florida Eco-Center der NOAA ging es rüber in das(touristische)  Herz der Stadt. Nini hat endlich ein Hütchen gefunden, um ihre Ohren vor der Sonne verstecken zu können. Im Sloppey Joe´s haben wir uns ein kaltes Bier gegönnt. Ein kleiner Aufkleber mit „Mile 0“ ziert nun unser beider Cockpit der Hondas. Ein Bild am „mostsouthern Point USA“ durfte nicht fehlen.

Am Montag sind wir kurz nach Marathon rüber gefahren. Dort gibt es einen netten Bike-Shop mit Werkstatt in einer alten Tankstelle. Die Jungs waren sehr nett und haben sich den Riss in meinem Vorderreifen angeschaut. Beide haben grünes Licht gegeben. Näturlich werde ich den Reifen jeden Tag checken. 

Dienstag Abend ist „Shrimp Night“ im Boondocks Restaurant. Unsere Nachbarn Diana & Gary haben uns soviel davon erzählt, dass wir bis Mittwoch auf dem Campingplatz verlängert hatten. Gegen 17 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht. Es wurde ein lustiger Abend! Die Shrimps waren extrem lecker! Auf dem Campingplatz gab es ab 20.00 Uhr „Tanzabend“ und Gary spielt den Barkeeper. Wir hatten den beiden versprochen, dort noch vorbei zu schauen. Alle unsere Erwartungen haben sich erfüllt: Kaum saßen wir mit den flotten Rentnern an einem Tisch, drehten sich die Gespräche um die Themen Ärzte, künstliche Hüftgelenke, Zahnprotesten und andere Zipperlein. Währendessen wurde im Gesellschaftsraum das (vielleicht künstliche) Tanzbein geschwungen. Em Ende wurde es skurril – alle stellten sich händchenhaltend im Kreis auf und gemeinsam wurde das Lied „God bless Amerika“ angestimmt. Dazu gab es eine (rentnertaugliche) Koregraphie. Nini und ich konnten uns nicht schnell genug verziehen und so standen wir nun Hand in Hand mit Amerikas Platin-AOK-Kunden und schmetterten aus voller Kehle mit.

Heute war Abreisetag. Unsere Motivation lag unter dem Gefrierpunkt. Aber irgendwann müssen wir ja mal weiter. Immerhin haben wir es bis Florida City geschafft, wo wir nun in einem mückenversuchten Hotelzimmer liegen. Gereinigt wurde hier vermutlich zuletzt in den 70´er Jahren. Die TV-Fernbedienung habe ich mit einem Desinfektions-Tuch abgewischt und ggf. behalte ich die Jeans im Bett an….

Die Keys verabschiedeten uns mit wunderbarem Sonnenschein, türkisblauem Meer und dem karibischen Flair. Würde ich mich nicht so sehr auf die Berge freuen, würde ich am liebsten Morgen zurück 😦

 

Leider unterliegt auch hier im Hotel der WiFi-Zugang Beschränkungen. Daher leider nur wenige Bilder heute.

 

K

 

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5 Kommentare zu “Tag 11-14 Action im Zelt, Southernmost Point, Vertreibung aus dem Paradies

  1. Liebe Nini,du bekommst den Vater-Behrschmidt-Orden, wenn ich unserem Daddy von deiner uneigenützigen , heldenhaften und gefährlichen Rettung von Katja.B. berichte!Du hast die Wahl zwischen einer Fliegerbrille oder einem Nummernschild :-)Tja, weil ihr so spannende Geschichten habt, berichte ich euch auch gleich von meiner aufregenden Woche in Daun in der Eifel: "."Vielleicht doch etwas:Auf jeden Fall habe ich mir ein Fahhrad geliehen und Behrschmidt-like auf Super-sportlich getan. Dank des typischen Landschaftsverlaufs (3800 % Steigung und Gefälle) hatte ich noch 2 Tage später das Gefühl, der Sattel wäre nicht am Fahhrad, sondern immer noch… egal.Gruß von Biker zu Biker 🙂

  2. Herrlich! Bilder, Texte alles toll! Ich freue mich, dass es euch so gut geht und finde es unglaublich, dass ihr jetzt schon 14 tage unterwegs seit!!!Ganz liebe Grüße und-ahm hüstel-alles Liebe nachträglich zu Geburtstag liebe Katja.Dicken Schmatzer aus Köln,Steffi

  3. Huhu ihr Beiden,Schöner Krimi :)…Mehr davon!!!Sitze jeden Tag neugierig am Rechner und hoffe, dass ihr wieder etwas geschrieben und neue Bilder eingestellt habt!VlGauch von Wolfgang :)Sandra

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