Tag 40 – 42 Ritt auf dem Drachen in den verrauchten Bergen

Datum: 09.-11.  Mai 2011 Orte: Hickory -> Robinsville, North Carolina, -> Tallassee, Tennessee, -> Hickory, USA  Unterkunft:  Campingplatz  Wetter: sonnig  Kilometerstand (CBF): 22355 km

Am Montag Vormittag packten wir die restlichen Kleinigkeiten auf die Moppeds und ab auf die Interstate 40 Richtung Westen. Mick hatte es sich auf dem Beifahrersitz der Transe zwischen allen Koffern gemütlich gemacht. Dafür hatte ich die Gepäckrolle dabei. Die Klamotten waren auf das Minimum reduziert, damit die zweite Campingausrüstung unter gebracht werden konnte. Vor uns lagen 300km Autobahn und Landstraße bis nach Robinsville. Die Sonne strahlte für uns vom blauen Himmel. Nini und ich hatten uns für die Tour zum ersten Mal in „volle Montur“ gekleidet, da die Temperaturen erträglich waren und wir für den Drachen gut gerüstet sein wollten.

Die Anfahrt verlief problemlos. Kurze Pausen für tanken, rauchen, Beine ausschütteln und Popo wachklopfen waren ca. alle 100km angesagt. 

Bei Wayneville haben wir die Interstate verlassen und ab da ging es erst über eine 4-spurige Landstraße und später über „kleinere“ Straßen weiter. Die Landschaft wurde mit jedem Kilometer schöner und die Straße schraubte sich langsam aber sicher in die Höhe. An dieser Stelle sei mal erwähnt, dass die LKWs auf gerader Strecke zwischen 120 – 130km/h fahren. Bei einer Steigung von 6-9% sieht das dann natürlich anders aus und man muss manchmal schnell & geschickt ausweichen, wenn die Jungs hastig ihre Spur wechseln.

Die Great Smoky Mountains haben ihren Namen bekommen, weil immer ein blau schimmernder Dunst über den Bergen zu hängen scheint. Wir genossen die Aussicht und die vielen, blühenden Wiesen flogen bei 100km/h an uns vorbei. Abwechselnd gab es tiefgrüne Seen und Wälder zu sehen. Es roch nach frischem Wasser, Wald & Wiese durch das halb geöffnete Visier. 

In Robinsville angekommen haben wir uns kurz nochmal auf der Landkarte orientiert. Der Campingplatz liegt Mitten im Wald und die Beschilderung hätte größer ausfallen können – aber nach einer kurzen Vollbremsung und einem kleinen Schlenker hatten wir die richtige Abzweigung erwischt. In aller Ruhe konnten wir noch bei Tageslicht den fast ganz leeren Campingplatz begutachten. Schnell war der perfekte Platz ausgemacht und die Sachen abgeladen. Während Nini und Mick nochmal in die Stadt gefahren sind, um Essen + Wasser zu besorgen, habe ich die Zelte aufgebaut und das Feuer in Gang gesetzt. Als die Mädels zurück waren, ging Nini auf Erkundungstour zum Wasser runter und Mick sammelte weiteres Holz ein. Meine liebe Freundin berichtete sogleich aufgeregt von einer „sooo groooooooßen Spinne“ und legte beide Hände aneinander, um die Größe anzuzeigen. Mick kam kurze Zeit später zurück und suchte ihre Handschuhe. Auch sie war einer „sooooo grooooßen Spinne“ begegnet und wollte nur noch mit geschützen Händen nach weiterem Holz suchen. Ich bin daraufhin mal schön auf unserem Stellplatz geblieben. Die soooo groooßen Käfer und andere rumfliegende Brummseln haben mir gereicht. Selbst die Schmetterlinge sind hier riesig….aber wenigstens nett anzusehen. 

Zum Abendessen gab es gekochte Kartoffeln und gegrilltes Schweinefleisch in BBQ Sauce.

Die Nacht war für uns alle wenig erholsam. Entweder musste eine von uns auf die Toilette oder die jaulenden Koyoten sorgten für Gänsehaut & Unruhe. Ansonsten zwitscherte ein nachtaktiver Vogel fröhlich vor sich hin und allerlei undefinierbares Gewusel war im Laub unterwegs. Im Morgengrauen kehrte dann ein wenig Ruhe ein und wir fanden alle etwas Schlaf, bis pünktlich um 7 Uhr drei Kettensägen ansprangen, um am benachbarten „Strand“ ein paar Bäume umzulegen. Das nervende „zzzzrrrrrrrrrgggräääääääääääähhhhhzzzzzzzzz“ der Sägen hatte bald unseren Schlaf beendet. Mehr oder weniger fit krabbelten wir aus den Zelten raus und stocherten das Feuer wieder an, um heißen Kaffee zu kochen und Toast zu rösten. Mein Lieblingstoast: 1) Toastscheibe auf Alufolie anrösten 2) Marschmellows drauf legen 3) Alufolie leicht schließen 4) fertig & lecker!

Nach dem Frühstück schnappte ich mir die Kamera und ging auf einen kleinen Erkundungsspaziergang Rund um den Platz und zum Strand runter. Die Jungs mit den Kettensägen legten später eine Pause ein und wir krabbelten alle zurück in die Zelte. Nach dem Frühstück nochmal ins Bett ist was feines! Bis 13 Uhr hatten wir alle unseren vermissten Schlaf nachgeholt. Nun also rein in die Motorradklamotten und ab zum „Tail of the Dragon“ !

Der kleine Anfahrtsweg von ca. 20 Minuten ist prima zum aufwärmen. Nach all der „geradeausfahrerei“ braucht man ein paar nette Kurven, um wieder richtig rein zu kommen und die Reifen langsam an den Außenkanten anzurauen. Bislang hatten nur die mittleren 5 cm unserer Gummis den Asphalt berührt. Als „Deals Gap“ angekommen gab es erstmal eine Runde Kaffee für uns. Im Shop haben wir einen tollen Aufkleber für unsere Cockpits gefunden. Ein Bild vom „Tree of Shame“ darf nicht fehlen. Hier hängen die Teile der geschrotteten Maschinen rum – leider auch Bilder von tödlich verunglückten Moppedfahrern auf dieser Strecke. Auf dem Parkplatz kamen abwechselnd „ältere Herren“ mit ihren Harleys oder „Jungspunde“ mit ihren „Eierhobeln“ an – oder zogen mit hoher Drehzahl bzw. donnerndem Auspuff (sofern vorhanden) Richtung „Drachenschwanz“ vorbei. Uns juckte es in den Fingern! Mick wollte vorher nochmal auf die Toilette…sie hatte die Videos auf Youtube gesehen und musste sich erleichtern vor dem Ritt 😉

Wrrrruuuuummmm – los gings: 11 Meilen * 318 Kurven * quer durch den Wald ! Gas geben, Kurve anfahren, bremsen, reinlegen, Gas geben und wieder von vorne! So geil!!!!!

Am Ende der 11 Meilen gibt es einen schönen Aussichtspunkt mit Blick über eines der vielen Täler und die Staudämme. Unterwegs haben wir übrigens die Grenze zum Bundesstaat Tennessee überfahren. Wir sind dann der 129 noch einige Kilometer ins Tal und entlang des Sees gefolgt, bis wir eine Tankstelle erreicht hatten. Dort gab es einen kleinen Harley Store und kalte Limonade aus dem freundlichen Automaten. Viele Tankstellen entlang des Dragon Tails werben übrigens mit 100 Oktan Treibstoff oder auch mit 100% (kein E10) Benzin. Wir haben bislang keine Probleme mit E10 🙂

Also wieder zurück über den Drachenschwanz! Yiiiiippppppppppppppppiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeehhhhh!

Wruuuuuuuuuuuuuuuuuummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

Zurück am Deals Gap musste noch ein Bild mit dem lustigen Drachenschwanz inkl. Minimopped gemacht werden. 

Abends gönnten wir uns ein Abendessen auf der Aussenterasse eines Burger-Restaurants. Zurück auf dem Campingplatz gab es nochmal Abschiedslagerfeuer mit Marschmellows. Nini und ich konnten die Nacht gut geschlafen. Heute früh also wieder alles zusammen packen, duschen, rein in die Klamotten und ab zurück nach Hickory. Wir hatten 2 super schöne Tage und einen wunderbaren, unvergesslichen „Ritt“ mit unserem Moppeds.

K

 

 

 

Links mit weiterführenden Informationen:

Great Smoky Mountains WIKIPEDIA

Cheoah Point Campground, Robinsville, NC

Tail Of The Dragon, HW 129, NC + TN

Deals Gap, Tail of the Dragon, NC

 

 

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2 Kommentare zu “Tag 40 – 42 Ritt auf dem Drachen in den verrauchten Bergen

  1. BRrrrrrrrrrrrrrrrruuummmmmmmmmmmmm und yippieayeyeahhh!Hört sich nach einer Menge Spaß an 🙂 Könnt ihr mir einen Gefallen tun? Ich brauche für "Forschungszwecke" an der Arbeit unbedingt eine Anzahl an Rieseninsekten für ein paar Vorgesetzte mit besonders ekligem Aussehen und/oder Geruch. Könnt ihr liefern??? Chiffre: 0815-1234.-News aus Deutschland-Mein Doktortitel wurde mir wegen Plagiatsvorwürfen entzogen, die AKW`s in Deutschland bleiben aus, die Inflation steigt ins unermessliche und die Tarifabschlüsse bleiben unter den Erwartungen. Investiert in alterative Energien, falls ihr im nächsten Truckstore mal schnell ein paar Aktien kaufen wollt.Griechenland wird bald ein neues Bundesland sein (gleicher Trick wie damals mit Hawaii und Alaska). Der Stadtteilrat Dornbusch in Frankfurt setzt sich für eine durchgängige unterirdische U-Bahn ein. Köln bleibt wohl in der Bundesliga, Frankfurt eher nicht. Und bald ist Frauen-WM. Und Lena gewinnt wieder.Vuvuzelas sind bereits ausverkauft und führen zu Rekordumsätzen in den medinzintechnischen Branchen. Auch die Brezel- und Rosenverkäufer rechnen dieses Jahr mit einem erfolgreichen Geschäftsjahr, während sich die Agrarbranche über die extreme Trockenheit und die damit verbundenen millionenschweren Verluste wegen Ernteausfällen beklagt. Bitte auch nicht wundern, wenn ihr bei der Heimkehr in eine Passkontrolle zwischen Hessen und NRW geratet. Die Grenzkontrollen werden wieder scharf diskutiert.—- Newsende —-

  2. Liebe Biggi,vielen Dank für das Newsupdate. Und ich hatte nur mitbekommen, dass Arnold Schwarzenegger sich von Maria getrennt hat, um nach Deutschland zu ziehen und die verlassenen Ämter in der FDP übernimmt…sofern ihm seine Bodybuilder-Titel nicht aberkannt werden wegen gedopter Rinder-Steaks 😉 Ich bin auch dafür, dass die Grenze zu Dänemark dicht gemacht wird….und zu NRW sowieso…Was macht die Gleichberechtigungsquote? Hast Du eine Gehaltserhöhung bekommen?K

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