Tag 48 – 55 Unfreiwillige Dusche, Inselhopping & Mundraub – Familienzuwachs in Köln

Datum:  17. – 24.  Mai 2011 Orte: Hickory -> Fayetteville -> Cedar Island -> Ocracoke -> Hatteras -> Frisco, North Carolina,  USA  Unterkunft: 2x Hotel, Camping   Wetter: erst Regen, dann Sonne, viel Wind  Kilometerstand (CBF): 23233

Am Dienstag vor einer Woche haben wir Hickory Richtung Ostküste verlassen. Der Himmel war bewöklt und die ersten kleinen Tropfen suchten sich ihren Weg auf die Erde. Nichts desto trotz wollten wir los und unser erstes Zwischenziel, Fayetteville, bis zum Abend erreichen. Laut Straßenkarte gibt es keine „gerade“ Verbindung – aber Navi-Nini findet immer den richtigen Weg.

Kaum losgefahren, kam der Regen nun richtig runter. Nun hat es uns also endlich erwischt und unser „Sommermärchen“ bekam eine Pause. Zwischendurch hatten wir immer die Hoffnung, dass es hinter der nächsten Kuppe bestimmt besser wird….aber nicht an diesem Tag. Ich tröstete mich mit dem Gedanken an „flüssigen Sonnenschein“ etc. An dieser Stelle einen Gruss an die nette Bedienung im TacoBell, die uns beiden einen großen Becher heißen Tee geschenkt hat! Der hat gut getan!!! Fayetteville erreichten wir am späten Abend und es wurde langsam dunkel + ein Gewitter zog auf. Wir mussten ein wenig rumfahren und suchen, bis wir die Hotels fanden. Kaum auf dem Zimmer angekommen, mussten wir die Heizung einschalten und ich drehte den Wasserhahn der Badewanne auf. Das war bitter nötig, denn wir waren beide völlig ausgekühlt. Am Mittwoch ging es weiter – diesmal wieder mit Sonnenschein – Richtung Cedar Island. Von dort geht die Fähre ab auf die Outer Banks. Die Strecke führte uns über eine gut ausgebaute Landstraße vorbei an kleinen Ortschaften, durch eine Umleitung wegen Bauarbeiten, bis zur Küste mit schönen Häusern und kleinen Kanälen. Der direkte Wasserzugang ist wichtig…sonst müssten die Amis ja mal drei Schritte laufen 🙂 

Manchmal wundern wir uns allerdings über die optimierungsbedürftige Infrastruktur für den Tourismus. Aber dies ist wohl Teil des „Inselcharmes“. Nini und ich erwischten eine der letzten Fähren nach Ocracoke. Die Überfahrt dauert knapp 2 Stunden. Die Hondas waren mal in der Überzahl. Keine Harley an Board! Wir vertrieben uns die Zeit mit Gesprächen mit den anderen Motorradfahrern und dem Blick über das Meer inkl. schönem Sonnenuntergang. In Ocracoke angekommen fanden wir Unterkunft in einem schnuckeligen Hotel. Sehr schöne Einrichtung! Gegenüber gibt es ein Restaurant und die Küche hatte noch geöffnet. So fanden wir uns wenige Minuten nach unserer Ankunft an einem kleinen Tisch mit echtem Geschirr (kein Plastik) und bestellten uns was Leckeres! Das war mit Abstand das beste Essen, was wir seit unserer Ankunft in den USA hatten. Ich tippe auf einen Europäer in der Küche 😉

Am Donnerstag früh füllten wir unsere Vorräte in einem kleinen Supermarkt auf, kippten frisches Benzin in die Tanks und besorgten uns mexikanisches Frühstück an einer Imbissbude. Ich hatte bis dahin ein wenig schlechte Laune – weil einer meiner Handschuhe vom Mopped gefallen war. Eine zweite Runde über die bereits befahrenen Straßen hatte keinen Sucherfolg gebracht. Plötzlich sprach uns ein junges Pärchen an, ob wir einen Handschuh verloren hätten. Die Zwei hatten ihn auf der Straße liegend gefunden und sind durch den (kleinen) Ort gelaufen in der Hoffnung, uns noch irgendwo zu sehen. So nett! 

Nun gings ein paar Meilen bis ans Ende der Insel. Dort wartete schon die nächste Fähre (kostenlos), die uns in 20 MInuten nach Hatteras bringen würde. Unsere Moppeds haben inzwischen mehr Seemeilen, als gefahrene Kilomter….

Seit Donnerstag haben wir unser Zelt in einem National Park (20$ pro Nacht) aufgeschlagen. Der Platz liegt in einem Naturschutzgebiet direkt hinter den Dünen. Die Ausstattung ist spartanisch – aber sauber. Es gibt nur kaltes Wasser zum duschen. Die Sonne brutzelt eifrig und Schatten ist kaum vorhanden. Wir genießen unsere Zeit hier.  Auf einer Insel scheinen die Uhren immer langsamer zu laufen. Der Strand ist riesig und unter der Woche kaum besucht. Das Wasser ist glasklar, keine Algen oder Quallen, genügend Wellen für ordentlichen Schwimmspaß. Der Strand darf mit dem Auto befahren werden. So reihen sich allradbetriebene Trucks aneinander am Wochenende. 

Die einzigen „gefährlichen“ Tiere hier sind mal wieder die verfressenen Rehe. Kaum lässt man mal was zu Essen auf dem Tisch liegen, findet man wenig später nur die zerfetze Verpackung und ein paar Krümmel wieder. Nun steht mein Topcase auf dem Tisch und beherbergt alle Lebensmittel!

Heute ist „Wäschetag“. Wir bereiten unsere Abreise morgen vor. Später geht es nochmal an den Strand. Wir sitzen gerade im Hafen und schauen wieder den Booten zu, trinken Kaffee und laden das Notebook + iPhone auf. In der Zwischenzeit ist unsere Wäsche auch durch den Trockner gewandert. 

Gestern erreichte uns die schönste Nachricht:

Lina Klara Maria F. ist am 23.05.2011 gesund zur Welt gekommen. Mutter, Vater, Kind & die frisch gebackenen Großeltern sind wohl auf. Nini und ich sind die stolzen Tanten!!!!

Wir senden unsere Glückwünsche, Umarmungen, Freude & Liebe nach Köln!

K

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4 Kommentare zu “Tag 48 – 55 Unfreiwillige Dusche, Inselhopping & Mundraub – Familienzuwachs in Köln

  1. Hallo ihr zwei, habe mir heute morgen mal alle posts durchgelesen, ist ja super spannend! Ihr lasst einen quasi live dran teilhaben, finde ich schön, dass ihr euch so viel Mühe gebt, bitte weiter so, werde ab heute regelmässig lesen, macht Spaß! Ansonsten kann ich nur sagen: NEID !!! Man sitzt vor den Bildern, liest eure Texte und denkt nur: Ooooohhhhh Menno, ich will auch! ! Unglaublich und soooo schön und aufregend, Wahnsinn! Weiterhin viel Spaß und spannende und schon fast kitschig idyllische Momente wünschen wir euch noch.

  2. Liebe Gila,vielen Dank! Wir werden weiter machen und euch an unserem Abenteuer teilhaben lassen. Viele Grüsse an den Rest der Familie! Was gibt es bei euch Neues?VGKatja

  3. Liebe Sandra,vielen Dank – wir sind ganz stolz auf unsere Kleine!!!!Liebe Grüße von uns an W & Dich :-)Katja

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