Tag 61 – 62 Hauptstadtabenteuer & eine nette Couch

Datum:  29.-31.  Mai 2011 Orte:  Washington D.C. + Alexandria, Columbia, USA  Unterkunft: Couchsurfing @ Gianna  Wetter: Sonne,  heiß heiß heiß  Kilometerstand (CBF): 23902

Am Sonntag – später Nachmittag – trafen wir in Alexandria ein. Gianna war so nett und hatte sehr kurzfristig unsere „Lastminute“ Anfrage über Couchsurfing akzeptiert. Da sie noch nicht genau sagen konnte, wann sie von der Arbeit zurück sein würde, hat sie uns den Schlüssel für das Haus „versteckt“. Navi-Nini hat wieder super funktioniert und wir hatten bald einen Parkplatz vor der richtigen Hausnummer gefunden. Da wir gerade beim Thema Navi sind….Nini und ich haben ja bereits vor der Abreise ungefähr 40 Stunden an meinem TomTom Rider herum gemacht. In Williamsburg ist es mir nach all der Zeit wenigstens gelungen, eine Speicherkarte zu initialisieren und die Straßenkarte von Nordamerika zu kaufen (50€)…soweit hatten wir es noch nie geschafft. Als ich die Karte dann im Gerät laden wollte, kam prompt eine Fehlermeldung…keine Karte gefunden. Also wieder die FAQs und diverse Foren gelesen und einen Reset des Gerätes gemacht. Leider auch kein Erfolg…unser Navi ist also bislang ein Totalausfall 😦

Aber dafür funktioniert Nini umso besser. Wie war das…wenn ein System ausfällt, dann übernimmt ein anderes? Mein Redundanz-Navi-System *g

Gianna lebt mit zwei Mitbewohnerinnen in einem schnuckeligen Haus in einer ruhigen Seitenstraße. Sie arbeitet als Köchin und ist für die Patisserie verantwortlich. Ihre Mitbewohnerinnen arbeiten als Barkeeperin bzw. als Raumausstatterin/-Designerin. Wir fühlten uns gleich sehr wohl und hatten das Haus erstmal für uns. Gianna kam später am Abend nach Hause, da sie noch mit einem Freund Essen gegangen war. Wir haben uns auf Anhieb prima mit ihr verstanden und verlebten einen schönen Abend. Die Nacht auf der Couch war bequem und wir waren ausgeschlafen für den „Memorial Day“ in Washington D.C. 

Der Memorial Day ist ein nationaler Feiertag und ist nebenbei auch sowas wie der „Sommer Kickoff“ in den USA. Das erste lange Wochenende nutzen viele Amerikaner, für einen Kurzurlaub am Strand oder für einen Campingausflug mit der Familie. Dementsprechend steigen an diesem Wochenende auch die Hotel-Preise. Umso besser, dass wir einen so netten Schlafplatz hatten!

Wir haben unsere Moppeds im Stadtteil „Crystal City“ geparkt und von dort aus mit der Metro in die Innenstadt gefahren. Inzwischen waren die Temperaturen auf 35 Grad geklettert und die Luftfeuchtigkeit bei gefühlten 100% angekommen. Also rein in die (kostenlosen) Museen, die auf eine angenehme Temperatur runter gekühlt sind. Über die Stadt selber können wir nur sagen, dass es uns unheimlich gut gefallen hat. Ich werde jetzt keine seitenlange Beschreibung der einzelnen Museen oder Gebäude machen. Das alles lässt sich gut in Reiseführern oder auf den jeweiligen Webseiten nachlesen.

Gegen 14 Uhr startete die Parade. Wir haben ca. eine Stunde lang zugeschaut. Auf einem der Wagen haben wir einen Schauspieler entdeckt. Wer ihn erkennt, bitte Name in den Comments hinterlassen 🙂

Den Abend wollten wir mit unserer Gastgeberin verbringen. Zwischendurch erhielten wir eine Mail von ihr, dass am Abend eine Couchsurfing Community Party im Norden der Stadt statt findet. Nini und ich haben uns gegen 18 Uhr auf den Weg gemacht. Die Wohnung von Chris (Gastgeber) war leicht zu finden, da das Gebäude direkt über der Metro Station liegt. Auf dem Dach des Wohngebäudes gibt es eine große Terasse mit Gartenmöbeln, Grills usw. Die Nutzung ist in der Miete inbegriffen. Chris lebt dort mit seinem Lebensgefährten und seiner Schwester + 2 Hunden. Wir hatten vorher in einem kleinen Laden eine Packung Becks Bier gekauft und hatten diese als Mitbringsel dabei. So kamen wir schnell in Kontakt und hatten einen ganz tollen Abend mit vielen neuen Kontakten & spannenden Lebens-&Reisegeschichten der anderen Couchsurfer.

Auf dem Rückweg hat uns eine Freundin von Gianna im Auto mitgenommen. So bekamen Nini und ich noch eine Stadtrundfahrt bei Nacht. Da alle Gebäude angestrahlt sind, bekommt man in der Dunkelheit einen wunderbaren Blick auf die Stadt.

Am zweiten Tag sind wir relativ spät aufgestanden…mussten etwas Schlaf nachholen. Dann ging es wieder mit den Moppeds zur Metro Station und von dort aus in die Stadt. Erstmal einen lecker Kaffee besorgen und dann etwas schlendern. So kamen wir an der alten Poststation vorbei – die gilt als nicht mehr ganz so geheimer Geheimtip. Der Turm des Gebäudes kann kostenlos besucht werden. Mit einem kleinen, verglasten Auszug geht es im imposanten Gebäude nach oben und von dort aus vorbei an den Glocken in die Aussichts-Turmspitze. Ein wunderbarer Überblick! Den Rest des Tages verbrachten wir wieder im Museum und danach noch ein kleines Picknick im Park mit Blick auf das Capitol. Gianna hatte für die Party ein furchtbar leckeres Zuchini-Brot gemacht, von dem wir gar nicht genug bekommen konnten.

Gestern Abend gönnten wir uns ein kaltes Bier im Garten. Dabei lernten wir auch noch die 3.Mitbewohnerin kennen, die für 3 Tage in San Francisco war, um eine Freundin zu besuchen. Später saßen wir noch etwas mit Gianna zusammen, bis ich auf der Couch eingeschlafen bin. 

Heute Morgen haben wir mit Ninis Familie in Köln geskypt (gibts dafür ein deutsches Wort???) und danach unsere Sachen gepackt. Wir machen uns gleich auf den Weg nach Philadelphia, wo wir wieder eine Couch surfen werden.

K

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10 Kommentare zu “Tag 61 – 62 Hauptstadtabenteuer & eine nette Couch

  1. Habt ihr Obama gesehen? Habt ihr Strauss-Kahn mit Eiern beworfen und Denzel in Washington getroffen? Vorsicht: Der leckere hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, unser Guido und Lady Angela sind in Washington.Und was soll die blöde Idee mit Philadelphia? Die Stadt ist gar nicht schönnn…. Schnief, wir kommen!!! Wenn der Love-Brunnen grün ist, haben die Eagles gewonnen (leider noch keine Saison). Wir empfehlen das Aquarium auf der anderen Flussseite in New Yersey. Da könnt ihr gemütlich mit dem Bootchen rüber fahren. Und alle Infos gibt es am Historical Place in der Info!Immer dran denken: In Philadelphia haben Carsten und ich jeden Stein persönlich begrüsst! Macht unbedingt Rocky Fotos :-)Wir wünschen euch weiterhin eine ganz tolle Zeit!

  2. So zwischendurch mal schöne Grüsse aus der Schweiz dagelassen! :)Läuft doch alles gut bislang. Ich warte ja noch auf die richtigen Abenteuer und der Moppedanteil am Janzen könnte meiner bescheidenen Meinung nach auch wesentlich höher sein. Aber wer bin ich! Ich sitze ja schliesslich nur hier rum und hoffe wenigstens von Motorradabenteuern in fernen Ländern LESEN zu können. Ganz schön scheisse. :(Aber was solls, ich fahre ja auch jeden Tag. Nur die Abwechslung könnte grösser sein. Obwohl immerhin das Wetter sein bestes dafür gibt – letzte Nacht und heute gab’s Schnee bis nur knapp über uns. Am 1. Juni. Das ist doch beklopppt. Da schlottert man bei 7°C und Sintflut mit dem Bike über die Bahn…Was rede ich hier eigentlich? Schlimm. Ich muss ins Bett. Naja, ihr müsst ja auch mal was zu Lesen haben, gell? 😉 Jute Nacht dann.Ach ja, das ist natürlich Gary Sinise. Den mag ich sehr.

  3. Liebe Biggi, vielen Dank…besonders für Deinen kreativen Usernamen…sofort erkannt 🙂 Auf der Fahrt hierher sind wir direkt am Stadion vorbei gefahren und konnten auf die Ränge schauen. Habe sofort an euch zwei gedacht! Wir werden die Stadt in Ehren für euch halten.Viele GrüßeLil´Sis

  4. Lieber Tobias,herzlichen Glückwunsch – Du hast den Schauspieler erkannt und bekommst die goldene Butterblume hiermit virtuell überreicht….trommelwirbel…tam tam tam!Das ist ja voll ätzend, dass bei Dir das Wetter so winterlich ist. Wir haben hier zuviel Sonne und zuviel Temperatur und zuviel Luftfeuchtigkeit. Wenn wir könnten, würden wir Dir davon was rüber senden…ach was…wir würden Dich für ein paar Tage mit dem Mopped einfliegen lassen!Wir geben Dir Recht – das "Fahren" kommt im Moment etwas zu kurz. Derzeit überwinden wir "nur" die Entfernungen zur nächsten Stadt. Aber es liegen noch viele Kilometer vor uns. Von Phili aus geht es dann quer rüber nach Buffalo / Niagara Fälle und nach Kanada rein. Ich erwarte tolle Strecken und das ein oder andere Abenteuer. Vielen Dank für den Beitrag! Wir freuen uns sehr, auch mal was zu lesen und würden uns wünschen, dass noch mehr "Blogverfolger" interaktiv werden :-)Mit besten Grüßen und den herzlichsten Wünschen für besseres Wetter in der Schweiz,Katja & Nini

  5. jaaaa, das wollte ich auch gerade schreiben. Der Schauspieler heisst Gary Sinise und spielt u.a. in CSI New York und bei Forrest Gump mit!Wünsche euch viele liebe Grüße aus Kölle, Judith***

  6. Bitte gar nicht auf Tobias hören, wenns nach dem geht, dürftet ihr rund um die Uhr fahren und sämtliche Kulturteile dürften entfallen ;-). Ich finds eigentlich ganz schön, dass auch "nichtmotorradiges" bei euch Platz hat, wäre doch auch ein Jammer, wenn ihr euch so etwas wie die Museen in Washington hättet entgehen lassen!Ich wünsche euch noch viele angenehme Erlebnisse und Abenteuer und verfolge euch weiter. Lieben Gruß aus der Westschweiz!

  7. Liebe Maddel, liebe U-DID (sehr kreativer Username!!!),herzlichen Glückwunsch – auch ihr beide bekommt die goldene Butterblume für die korrekte Antwort!VGKatja & Nini

  8. Liebe Ariane,vielen Dank für Deine netten Wünsche! Natürlich nehmen wir den Tobias ernst…was wäre ein Blog ohne interessierte Leserinnen & Leser?! *grins*Aber manchmal müssen wir mal runter von den Moppeds, damit sich unser Sitzfleisch etwas entknittern kann 🙂 Und die Museen sind einfach toll! Beste Grüße in die Westschweiz und eine tolle Motorrad-Saison 2011!Katja & Nini

  9. Man sitzt hier so friedlich und denkt sich nix böses – da wird einem unterstellt ein kulturloser Moppedirrer zu sein! Ha! Was soll ich denn davon halten?Und dann auch noch von jemandem, den (also die) ich mal die beste Sozia der Welt nannte. NANNTE! Hat sich was. Pah.Kultur ist sowieso vollkommen überbewertet. Natürlich sind Museen auch bei Motorradtouren sehr praktisch. Besser untergestellt im Unwetter wäre man nur noch bei MacDoof. ;)Nee, Spass beiseite. Jeder macht seine Tour, so wie er will. Also sie. Und das ist ja auch gut so. Sonst wäre es auf der Road of Bones demnächst so voll wie auf der Kö. Oder so ähnlich.In diesem Sinne – geniesst es einfach weiter!

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