Tag 73 – 75 Kanada in Schnelldurchfahrt und zurück in die USA

Datum:  11.-13.  Juni 2011 Orte:  Toronto -> Sudbury -> Sault Ste Marie, Ontario, Canada -> Marinette, Wisconsin, USA Unterkunft:  Couchsurfing @ Garret, Motel Wetter: mal Regen, mal Sonne, viel Wind   Kilometerstand (CBF): 26245km

Aufstehen und packen für die Fahrt nach Sudbury fiel uns am nächsten Tag entsprechend noch schwerer. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg aus Toronto raus. Kaum auf der Autobahn öffneten sich die Schleusen des wolkenverhangenen Himmel und wir waren innerhalb von 5 Minuten klatschnass. Die Kälte und Nässe kroch unangenehm und unaufhaltsam den Körper hoch. Wir hatten kurz Zuflucht unter einer Brücke gesucht. Von dort aus konnten wir das IKEA Werbeschild sehen und sind abgefahren. Dort warteten wir den Regen ab und widerstanden der Versuchung, rein zu gehen 🙂

Also wieder zurück auf die 400 Richtung Norden. Nach knapp 100km änderte sich die Landschaft und nun hatten wir freien Blick links und rechts der Straße auf die vielen kleinen Seen, die dichten Wälder und die Felsen, die für die Straße teilweise weggesprengt worden waren. Die Wolken hingen die ganze Fahrt grau über uns aber es regnete nicht mehr. Auf den Felsen waren überall kleine Steinfiguren aufgetürmt. Leider habe ich deren Bedeutung noch nicht heraus finden können. Die 400 geht später in die 69 über. Die Strecke ist weitestgehend gut ausgebaut und wird laufend erweitert. Der Verkehr war auf uns und wenige Autos beschränkt. Ab und zu kam auch mal ein Motorrad vorbei. Die Kilometer zogen sich und wir waren froh, dass wir irgendwann eine Tankstelle erreichten. Der Inhaber hat uns erzählt, dass wir uns Mitten im Klapperschlangen Gebiet befinden. Zum Glück hatten wir für die Nacht bereits eine Couchsurfing Einladung. Die letzten Kilometer schafften wir dann auch noch irgendwie und kamen Abends müde und durchgefroren in Sudbury an. Die Hausnummer hatte das Navi nicht richtig gespeichert. Dank netter Anwohner haben wir das richtige Haus wenige Minuten später erreicht. Garret und seine Frau hatten uns bereits vor unserer Abreise zu sich eingeladen, als sie von unserer Tour erfahren haben. Garret ist selber begeisterter Biker (BMW 650GS) und war schon viel in der Welt unterwegs. Die zwei bereiteten uns einen herzlichen Empfang in ihrem neuen Haus. Sie sind erst letzte Woche eingezogen. Das Haus liegt direkt am See mit Zugang zum Steg. Wir hatten unser eigenes Zimmer mit großem Bett, eigenem Bad etc. Purer Luxus 🙂 Wir bekamen ein warmes Abendessen und saßen danach noch zum quatschen in der Küche. Die heiße Dusche vor dem zu Bett gehen tat unglaublich gut! Am nächsten Morgen gab es ein kleines Frühstück und eine gegenseitige Besichtigung der Maschinen. Gegen 11 Uhr sprangen Nini und ich wieder auf die Maschinen. 300km über die 17 bis nach Sault Ste. Marie lagen vor uns. Viel schöner als „17“ klingt „Trans-Canada-Highway“…

Nach etwa einer Stunde Fahrt Richtung Westen lockerten die Wolken endlich wieder auf und die Sonne kam ab und zu mal durch. Die Wärme tat gut! Es waren viele Motorrad-Fahrer auf der Strecke. Die Sonne hob die Laune an. Die tolle Landschaft sieht dann noch besser aus. An einem Rastplatz hatten wir eine nette Unterhaltung mit einem BMW Fahrer auf Reisen. 

Am Abend trafen wir auf der kanadischen Seite von Sault Ste. Marie ein. Wer sich inzwischen fragt, wie man das ausspricht, dem sei gesagt, es klingt wie Süü Säint Määriie bei Amerikanern und Kanadiern. Die Nacht verbrachten wir im Super8 Motel. Der darauf folgende Tag begann mit Sonnenschein und einem Frühstück im Hotel. Nun waren wir gerüstet für die Grenzüberquerung zurück in die USA. Es ging wieder über eine Brücke rüber. Die Grenzbeamtin war vollkommen humorbefreit und löcherte mich mit allen möglichen Fragen. Nadine hatte es danach anscheinend leichter und war deutlich schneller abgefertigt. Hallo Michigan, hallo USA! Nun gab es wieder günstiges Benzin zu kaufen 🙂 Also taten wir den Moppeds was Gutes und ließen das „hochprozentige“ in die Tanks laufen.

Unser Tagesziel war Marinette in Wisconsin. Wir folgten nicht der direktesten Route sondern bogen Richtung Westen auf die Landstraße ab. Dort trafen wir wieder einen BMW Fahrer, der uns ein paar nette Tips gab. Dann werkelte er weiter an seinem Rückspiegel rum, der sich gelöst hatte.

Die Strecke führt durch und vorbei an vielen „National Forrests & Parks“. Dann ging es Richtung Süden – teilweise am See entlang. Das war eine ganz tolle Motorradfahrt! Mittags hatten wir ein Picknick am Rastplatz und waren schnell von 12 Möwen umringt, die lauthals Futter einforderten. Von unserem Sandwich gab es nur Krümel für die Mundräuber.

Irgendwann im Laufe des Tages haben wir die Zeitgrenze überfahren. Nun sind wir 7 Stunden „hinter“ Deutschland. Das haben wir allerdings erst gestern Abend fest gestellt…und ich Trottel habe den Wecker im Hotel in Marinette umgestellt *lach*

In Marinette haben wir beim HONDA Händler gehalten. Außer der neuen 250´er CBR gab es nichts zu sehen. Und so richtig reden wollte auch niemand. Selbst unsere „Exoten-Moppeds“ erhielten kaum Aufmerksamkeit. 

Das Motel war sehr günstig und sehr sauber! Endlich konnten wir mal wieder Wäsche waschen. Die zwei Maschinen waren bald durchgelaufen und getrocknet. Der Rest landete auf Bügeln im Zimmer und war am nächsten Morgen verpackungsbereit. Auf dem Parkplatz wurden wir freudig von einer Horde Polen begrüsst, die seit 30 Jahren in Chicago leben und zum Fischen in den Norden gefahren sind. Die fanden es toll, ihre „Nachbarn“ aus Deutschland zu treffen. 

Für Nini und mich ging es weiter Richtung Süden. Nächstes Ziel: Die Stadt Racine, wo Nadines Gastbruder Ben und seine Frau Jamie leben.

K

 

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2 Kommentare zu “Tag 73 – 75 Kanada in Schnelldurchfahrt und zurück in die USA

  1. Hallo Giddi,die Figuren, die wir gesehen haben, sahen anders aus. Den Artikel bei Wiki hatte ich mir auch angeschaut. Lieben Dank für Dein Feedback! VGKatja

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