Tag 92 – 93 Wüste, Berge, Sand & Seen

Datum:  30. Juni-01.  Juli 2011 Orte:  La Junta -> Walsenburg -> Alamosa -> South Fork -> Durango -> Ouray, Colorado  USA Unterkunft:  Motel, Camping Wetter: sonnig, Wind  Kilometerstand (CBF): 29806km

La Junta haben wir am Donnerstag Morgen gegen 7.15 Uhr verlassen. Schnell noch mal den Tank voll machen und dann ging es auf die 120km lange Strecke Richtung Walsenburg. Der Highway 10 führt quer durch das karge und einsame Weideland. Außer Weiden, ab und zu ein paar Kühen & Pferden, ist nichts zu sehen. Die Straße ist mit zahlreichen braunen (trockenes Blut) und roten (frisches Blut) Flecken übersät. Zum Glück kann man ausreichend weit sehen und den Kadavern rechtzeitig ausweichen. Der einzig lebende Springbock blieb zum Glück am Straßenrand stehen und kam nicht über die Fahrbahn gerannt. Am Horizont konnten wir zwischendurch die ersten Berge erahnen.

In Walsenburg stoppten wir in einem kleinen, netten Café. Nun ging es auf dem Highway 160 weiter Richtung Westen. Wenige Kilometer hinter Blanca bogen wir rechts ab Richtung „Great Sand Dunes National Park & Preserve“. Die 16 Meilen bis zum Park waren schnell geschafft. Der Anblick der riesigen Sandmasse vor der Bergkulisse ist unglaublich. Die Moppeds stellten wir auf dem Parkplatz ab und von dort ging es zu Fuß weiter. Viele Familien waren unterwegs und die Kids hatten Surfbretter, Snowbards etc. unter dem Arm, um die Düne runter zu rutschen. Ansonsten gibt es viele Wanderer, die die Düne hochlaufen. Respekt! Nini und ich haben es nicht versucht 🙂 

In Alamosa angekommen, setzen wir uns in den Pizza Hut und sahen die letzten 20 Minuten des WM Spiels Deutschland – Nigeria. Draußen wurde es ungemütlich und der Sturm legte wieder kräftig zu. Trotzdem entschlossen wir uns zum weiter fahren und wurden nach ca. einer Stunde mit besserem Wetter belohnt. Ab und zu zog eine Wolke mit ein paar Regentropfen über uns drüber…aber nie richtig schlimm. Die Straße schlängelte sich nun durch eine völlig neue Landschaft. Endlich hatten wir die Wüste & Prärie hinter uns gelassen. Wir waren nun eingerahmt von saftig-grünen Wiesen, Nadelbäumen, kleinen Flüssen und Seen – und am Horizont die ersten Bergspitzen mit Schnee. Ab South Fork schlängelte sich die Straße stetig bergauf bis hoch zum Wolf Creek Pass. Oben angekommen konnten wir den Schnee auch am Straßenrand sehen. Was für eine Abwechslung. Am Tag davor noch über 40 Grad und Wüste….nun Schnee auf dem Berggipfel bei frischen Temperaturen. Inzwischen war es später Nachmittag geworden. Zeit für die Suche nach einem Schlafplatz. Wir bezogen einen Zeltplatz im „East Fork“ State Forrest. Das Zelt war schnell aufgebaut und Nini regelte den „Check-In“ beim netten Campground-Host. Ein neugieriger, hübscher Kolibri „begrüsste“ uns auf dem Zeltplatz und schaute sich an, was wir so treiben. Für 16 Dollar durften wir die Nacht unter Bäumen verbringen und das Plumsklo benutzen (keine Waschbecken…kein fließend Wasser). Flüssiges Nass konnte man sich an einer Pumpe schöpfen. Der Geschmack war gut – aber der Geruch nach Schwefel weniger lecker. Unser verdünntes Gatorade sieht nun gelb aus und riecht nach faulen Eiern.. Am Abend gab es die Reste der Pizza am Lagerfeuer und dann ging es ab in die Schlafsäcke.

Am nächsten Tag ging es früh aus dem Daunenbett wieder raus. Kaffee kochen, Zähne putzen & Katzewäsche. Danach Zelt abbauen und alles auf die Moppeds binden. Es waren noch 2 Stücke Pizza übrig und die gab es zum Frühstück. Ich juckelte die knapp 1 1/2 Kilometer bis zur Hauptstraße wieder über den Schotter und Nini fröhlich auf der Transe hinterher. Weiter ging es auf der 160 Richtung Westen. In Durango angekommen, suchten wir uns wieder ein Café und gönnten uns eine Pause. Vor uns lag der Einstieg zum „Million Dollar Highway“ (HW 550). Dieser „Rundkurs“ gehört zu den „Epic Rides“ und ist ein absolutes Muss für jeden Motorrad-Fahrer. Aber auch mit dem Auto hat man seine Freude… Die Straße windet sich durch die grandiose Berglandschaft. Es geht rauf & runter, links & rechts in die Kurven und Spitzkehren. Sowohl die Moppeds als auch wir merken, dass die Luft hier oben dünner ist. In Ouray (auch „amerikanische Schweiz genannt) angekommen, haben wir uns für eine Übernachtung im günstigen Motel entschieden. Der Campingplatz war belegt. Am Montag ist der 4. Juli – das ist DER Feiertag in den USA. Viele Amerikaner nutzen das lange Wochenende für einen Ausflug. Ouray ist ganz nett und hat einen gewissen Charme. So ganz hat es mir das Städtchen aber nicht angetan. Nadine und ich hatten einen „Elch Burger“ am späten Nachmittag. Das Fleisch schmeckt lecker. Danach ging es unter die Dusche und ab aufs Bett. Dort bin ich auch bis heute früh geblieben. Gleich packen wir unsere Sachen. Heute auf dem Plan: Black Canyon of the Gunnison National Park.

K


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