Tag 94 – 100 Schwarze Abgründe, Bärenalarm & Indianer im Mittelalter

Datum:  02. Juli-08.  Juli 2011 Orte: Ouray -> Montrose -> Black Canyon Of The Gunnison Nat´l Park -> Ridgway -> Telluride -> Dolores -> Cortez / Mesa Verde Nat´l Park -> Dolores, Colorado  USA Unterkunft:  Motel, Camping Wetter: sonnig, Wind, kleine Regenschauer & Gewitter  Kilometerstand (CBF): 30467km

Am Samstag ging es auf die relativ kurze Reise von Ouray in den „Black Canyon Of The Gunnison“ National Park. Der Gunnison Fluß hat im Laufe vieler (millionen) Jahre einen tiefen Canyon in die Felsenlandschaft gezogen. Die Anfahrt war bereits spektakulär – nur den Schlaglöchern musste man rechtzeitig ausweichen. Die Straße windet sich langsam nach oben und gibt an diversen Aussichtspunkten tolle Einblicke in den Canyon und auf das Tal. Wir entschieden uns für 2 Nächte auf dem Campingplatz. Auch hier mussten wir uns mit Plumsklos zufrieden geben. Dafür kam unsere Campingdusche zum ersten Mal zum Einsatz. Weil sich im Park ein Bär rumtreibt, der gerne unbeaufsichtigtes Futter klaut, herrschte überall „Alarm“ im Park und alles „duftende“ musste sorgsam verschlossen werden. Am ersten Abend lauschten wir einem einstündigen Vortrag über „Raubtiere“ und haben so manches gelernt. Bei der Rückkehr zum Zelt wurden wir mit einem grandiosen Sternenhimmel belohnt.

 Auf fast 3000 Metern Höhe, kein künstliches Licht weit und breit, ein Mond- und Wolkenloser Himmel – die perfekten Zutaten für freien Blick auf den schönsten Sternenhimmel meines Lebens.

Wir unternahmen eine kleine Wanderung auf den gut beschilderten Wegen und fuhren fast alle Aussichtspunkte mit den Moppeds ab. Für nette Gespräche mit anderen Motorrad-Fahrern war zwischendurch auch immer Zeit. So trafen wir u.a. ein Ehepaar mit Tochter, die mit BMWs in Vollausstattung unterwegs waren und einen eingefleischten Honda F6 Fan auf großer Tour.

Am Montag packten wir das Zelt wieder ein und stoppten kurz bei Star Bucks für einen Kaffee und um den Kamera Akku zu laden. Dabei trafen wir auf 2 Jungs in unserem Alter, die mit ihrem Wohnmobil und Mountainbikes unterwegs sind. Wir kamen in ein spannendes Gespräch über „Gott & die Welt“ inkl. aktueller politischer Entwicklungen und Verschwörungstheorien. Wer sich mit der „New World Order“ auseinander setzen möchte, kann sich mal den Flughafen in Denver genauer im Internet anschauen und die Geheimnisse dahinter „untersuchen“. Viel Spaß!

Die Fahrt ging Richtung Süden und wir folgten wieder dem „Million Dollar Highway“ auf der Westseite. Bei bulliger Hitze wünschten wir uns eine Abkühlung und wurden prompt erhört. Kaum in den Bergen drin, zog sich der Himmel zu und bald trafen uns die ersten Regentropfen. Die Westseite des „Epic Rides“ unterscheidet sich deutlich von der Ostseite – ist aber nicht weniger schön bzw. spektakulär zu fahren & zu erleben. Der Mount Sunshine zeigte sich an dem Tag für uns als „Mount Rainshower“ und wir wurden zur Abwechslung mal wieder richtig geduscht.  Kurz vor Cortez war es dann schon wieder vorbei mit frischer Luft. Die Hitze der Wüste pustete uns innerhalb weniger Kilometer wieder trocken. Bis zum „Mesa Verde National Park“ ist es nicht weit und wir freuten uns auf einen netten Abend auf dem sehr gut ausgestatteten Campingplatz. Die Anfahrt ist phantastisch. Ich kann hier in Colorado leider nur superlativen verwenden. Der gesamte Bundesstaat bietet bislang das Beste von allem für Bike und Biker. Die Straßen im Park sind in einem tollen Zustand und winden sich die Berge hoch & runter. Der Blick in die Täler und auf die „Weiten“ ist unbeschreiblich schön. Der Campingplatz verfügt über Duschen, Waschsalon, Internetzugang, Café etc. Nini ging am nächsten Morgen auf geführte Ranger Tour. Ich erkundete den Park auf dem Bike in den 2 1/2 Tagen. Mein Magen ist weiterhin nicht in Ordnung und bei der Hitze in den Felsen rum zu klettern habe ich mir gespart. Neben unserer Campsite hatten wir erst deutsche Nachbarn und danach ein Frauenpaar aus den Niederlanden. Die Deutschen waren wenig gesprächig 🙂 Die 3 Nächte im Park gingen schnell rum. Wir konnten unzählige Rehe beobachten und sogar Eulen bei der Jagd sehen. Nun sind die ersten 100 Tage bzw. 3 Monate rum. Ich brauche etwas „Urlaub von der Reise“. Daher haben wir uns entschlossen, eine Woche lang ein festes Quatier zu beziehen. Wir haben in Dolores ein Motelzimmer mit kleiner Küche im „Outpost Motel Cabins & RV Park“ bezogen. Die Anlage ist sehr gepflegt und wir können draußen direkt am Fluß sitzen. Gestern Abend haben Micha und Diethard aus Franken hier übernachtet. Wir hatten einen lustigen Abend und haben ein neues Gefährt entdeckt. Der „Hausmeister“ hier besitzt eine kleine Offroad-Maschine, die über 2 unabhängige Kettenantriebe für Vorder- und Hinterrad verfügt. Die kleinen, breiten Reifen sind ideal für Schotter und Gelände. Nini und ich haben eine kleine Runde gedreht und sind begeistert von dem Spaßmobil 🙂 Heute früh war ich schon um 6.30 Uhr bei Walmart und habe den Kühlschrank mit lecker Sachen gefüllt. Da nicht alles in meine Koffer gepasst hat, musste ich 3 Tüten auf der Rückbank festbinden….sah bestimmt lustig aus. Heute Abend werden wir grillen und mit einem kalten Bier auf die ersten 100 Tage und unser 5 1/2 jähriges „Beziehungsjubiläum“ anstoßen. Prost!

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Links:

Black Canyon Of The Gunnison Nat´l Park

Mesa Verde Nat´l Park

Outpost Motel Dolores

Youtube Video Million Dollar Highway

 

 

2 Kommentare zu “Tag 94 – 100 Schwarze Abgründe, Bärenalarm & Indianer im Mittelalter

  1. Da war ich auch schon! So schön da. Colorado bietet wirklich den geilsten Sternenhimmel überhaupt. Aber denkt daran, Bären sind verhältnismäßig harmlos. Passt mal lieber auf, dass ihr keinem Mountain Lion begegnet. Ich sags euch, mir stellts heute noch die Nackenhaare auf.Lasst es euch gut gehen. Sim

  2. Hallo Simone!Wie gehts euch und was macht das Leben in Köln? Bisher haben wir noch keinen Bären und keinen Mountain Lion gesehen…aber die vielleicht uns?! Hoffe, euch gehts gut. LIebe Grüße aus COKatja

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