Tag 110 – 113 Durch wilde Schluchten & Gewitter + ein freudiges Wiedersehen

Datum: 18.Juli – 20.Juli 2011 Orte: Moab, Utah -> Fruita, Colorado -> Silverthorne -> Golden -> Highlands Ranch -> Estes Park -> Cheyenne, Wyoming -> Torrington, Wyoming, USA Unterkunft: Motel , Gästezimmer von Dawn & Heath Wetter: sonnig, Regenschauer & heftige Gewitter Kilometerstand (CBF): 32333 km

Am Montag Morgen verließen wir das Lazy Lizard Hostel in Moab Richtung Norden. Wir folgten dem Lauf des Colorado River über 50km durch die wunderschönen Schluchten umgeben von roten Felsen. Im weiteren Verlauf öffnete sich die Landschaft und schon 40 Minuten später standen wir wieder in der Wüste. Es ging auf die Interstate 70 Richtung Osten. Die Autobahn ist als „Scenic Route“ geführt. Die ersten 150km sind definitiv nicht „scenic“ – aber dafür später umso schöner. Unterwegs überholte uns ein Auto mit einer „HSV“ Flagge. Wir wurden heftig von den Insassen bewunken.

Die Autobahn windet sich so langsam in die Berge und wir freuten uns über kühlere Temperaturen. Nach knapp einer Stunde konnten wir wieder den ersten Schnee auf den Kuppen sehen. Dann waren wir mittendrin in den tollen Ski-Gebieten (Vail, Aspen etc.). Die Städtchen sind sehr hübsch anzusehen und sind größtenteils sehr „exklusiv“. Die Häuser an den Berghängen sind bestimmt kein Schnäppchen. 

Mein Blick ging öfters mit Sorge zum Himmel hoch. Die ersten Blitze zuckten runter und wenig später setzte der Regen ein. Ich „Schlaui“ hatte natürlich die Handschuhe nicht an und die Tropfen trafen meine Hände wie Nadelstiche. Die Sicht wurde sehr schlecht und das Fahren machte wenig Spaß. An der nächsten Abfahrt stoppten wir für eine Kaffee-Pause. Der Regen ließ bald nach und wir machten uns weiter auf den Weg Richtung Osten. Nach den vielen Tagen in der Hitze tat die frische Luft sooo gut. Es roch nach feuchtem Wald und das grüne Gras sah so toll aus! 

In Silverthorne suchten wir uns eine Unterkunft für die Nacht. Das nächste Gewitter ließ nicht lange auf sich warten und diesmal war es ein „Weltuntergangs“ Gewitter, dass mehr als 2 Stunden seine volle Kraft über dem Ferienort austobte. Nini und ich waren froh, dass wir rechtzeitig einen Unterschlupf gefunden hatten. Am nächsten Morgen war der Himmel wieder klar und wir hatten freie Sicht auf die Berge. Weiter ging es über die Autobahn bis nach Golden. Dort waren wir in der Werkstatt von Jim. Er wechselte meine Reifen innerhalb von einer Stunde und wir hatten ein nettes „Benzin Gespräch“. 

Nini und ich hatten zwischendurch mit Heath telefoniert und uns für den späten Nachmittag bei ihm angekündigt.Heath, seine Frau Dawn und ihre Tochter Kyra hatten wir kurz im Black Canyon of the Gunnison kennengelernt, da die komplette Familie auf BMW GSsen unterwegs war (die 7jährige Tocher bei Papa hinten drauf 😉 In der Zwischenzeit waren wir Mittagessen und haben Nadines Schuhe bei Walmart umgetauscht. Nun haben meine CBF und Nini neue Schlappen. Mit meinen neuen Reifen (Bridgestone BT023) bin ich übrigens sehr zufrieden! Gegen 17 Uhr trafen wir bei Heath ein. Die Begrüssung war herzlich und wir fühlten uns sofort wohl. Seine Tochter Kyra und er bereiteten uns ein leckeres Abendessen zu und hatten bereits das Gästezimmer vorbereitet. Das Wiedersehen bzw. kennen lernen war für uns sehr angenehm und wir verbrachten einen Abend voller interessanter Gespräche. Wir finden es toll, dass aus einer 5-Minuten Begegnung eine so nette Bekanntschaft geworden ist und wir eine Nacht in Dawns & Heaths Haus verbringen durften!

Heute Morgen machten wir uns gegen 9 Uhr auf den Weg Richtung Norden. Wir nahmen die kleinen & feinen Landstraßen Richtung Rocky Mountains National Park. Die Strecke führt wieder durch tolle Schluchten, duftende Wälder, parallel zum Fluß und ist sehr kurvig. Die knapp 150km haben wahnsinnigen Spaß gemacht. Der Blick auf die Berge und in die Täler ist atemberaubend. Colorado ist wirklich DER Bundesstaat für Motorrad-Fahrer! 

Leider mussten wir die Berge wieder verlassen. Kaum „unten“ angekommen wurde es gleich wieder unerträglich warm. Nun lagen knapp 100km Autobahn bis nach Wyoming vor uns. Kurz hinter Cheyenne fuhren wir Richtung Nord-Osten auf die Landstraße ab. Eben noch in der Wüste, dann in den Bergen und nun nichts außer grünen Wiesen links und rechts bis zum Horizont. Die Nacht wollten wir eigentlich auf einem Campingplatz am See verbringen. Wir bogen also auf die knapp 5km lange Schotterpiste ab. Bereits auf dem Weg zum See wurde ich von Mücken angefallen und durch die Jeans in die Oberschenkel gestochen. Der Campingplatz war wirklich schön…aber die Mücken hatten uns eingekreist, kaum dass wir die Motoren ausgeschaltet hatten. Nini brauchte nur 10 Sekunden um zu entscheiden, dass wir hier nicht bleiben können. Also wieder 5km über Schotter zurück auf die Hauptstraße und dann noch 50km bis zum nächsten Ort. Morgen früh geht es rüber nach South Dakota. Gute Nacht!

K

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