Tag 120 – 123 Durch die „Stadt der Biker“ vorbei am „Teufelsturm“ immer Richtung Yellowstone / Grand Teton

Datum: 29.Juli – 31.Juli 2011 Orte: Wall -> Sturgis -> Deadwood -> Spearfish -> Belle Fourche, South Dakota -> Aladdin -> Alva -> Huelett -> Moorecroft -> Gillette -> Buffalo -> Sheridan -> Dayton, Wyoming, USA Unterkunft: Campingplatz Wetter: sonnig , kleines Gewitter, ein paar Wölkchen Kilometerstand (CBF): 34062km

Am Freitag Morgen packten wir in Wall unsere Sachen zusammen. Es hatte die Nacht nicht geregnet und wir waren froh darüber, dass wir Zelt & Co. trocken in die 75Liter Säcke stopfen konnten. Nachdem alles auf den Bikes verzurrt war, bin ich nochmal schnell unter die Dusche gehüpft. Die Sonne strahlte mal wieder vom blauen Himmel und bereits in den frühen Stunden gerät man schnell ins Schwitzen. Unsere Campingplatz-Nachbarinnen winkten zum Abschied – die Beiden werden wir in Portland wieder sehen und wir freuen uns darauf!

Nun lagen einige Kilometer Autobahn und Landstraße vor uns. Mir tat schon der Hintern weh, wenn ich nur daran dachte…egal…ich kann ja inzwischen sehr gut im Stehen fahren…und außerdem weht der Fahrtwind im Stehen in der Hitze schnell den Schweiß aus der Hose. Ab also auf die Autobahn Richtung Sturgis. An dieser stelle sei den „Nicht-Bikern“ kurz erklärt, dass Sturgis die Stadt der Biker ist. Jedes Jahr treffen sich hier im Sommer für mehrere Tage hunderttausende(!!!) Biker, um die „Sturgis Rally“ zu feiern. Wer sich nun fragt, warum wir dieses Event nicht mitnehmen, dem sei an dieser Stelle nochmal gesagt, dass hunderttausende(!!!!) Biker jedes Jahr dorthin kommen. Im Umkreis von 350 Meilen(!) sind dann fast alle Hotels, Campingplätze etc. für Tage belegt. Außerdem muss ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass es Motorradfahrer und Harleyfahrer gibt. Sturgis ist mehr für die Harley-Fraktion…

Von Sturgis aus ging es über die Landstraße nach Deadwood. An dem Tag gab es irgendeine Parade und alle Einwohner + Touristen hatten sich am Straßenrand bereits Stühle aufgebaut. Kaum ein Auto fuhr noch in der Stadt rum und alle warteten gespannt auf den Straßenumzug. Nini und ich tuckerten also langsam über die Hauptstarße Richtung Stadtzentrum und jede/r schaute uns an…das war ulkig. So stelle ich mir die Kölner Hauptstraße bei unserer Rückkehr vor…nur das dann natürlich alle applaudieren, Taschentücker schwenken und vor Wiedersehensfreude die Tränen in den Augen haben….ach ja….Tagträumerreien. Wir verließen Deadwood quasi direkt durch die „Hintertür“. Für die Parade hatten wir keine Zeit und wegen der Parade konnten wir die typischen „Western-Touristen-Aktionen“ nicht sehen. Egal!

Wir machten einen Schlenker Richtung Süden, um durch den Spearfish Canyon zu fahren. Viele hatten uns diese Scenic-Route als besonders schön empfohlen und ich freute mich darauf, nochmal für ein paar Kilometer die Natur-Schönheiten in den Black Hills zu bewundern.

Dann ging es Richtung Norden. Nach einer Mittagspause ging es Richtung Belle Fourche. Dort hingen dunkle Wolken am Himmel und wir stellen uns kurz bei einem Restaurant unter und warteten den heftigen Schauer ab. Im Westen schien die Sonne und so ging unsere Fahrt nach knapp 15 Minuten weiter. Wenig später überfuhren wir die Grenzen zu Wyoming und ließen South Dakota hinter uns. Ein großes Hinweisschild an der „Grenze“ klärte uns darüber auf, dass die Lenkerenden unserer Moppeds nicht oberhalb der Schultern liegen dürfen 🙂 

So fuhren wir gemütlich auf der 24 Richtung Westen und konnten den Devil´s Tower bereits aus der Ferne sehen. In Huellet wollten wir eigentlich nur kurz zum Tanken und kühle Getränke besorgen anhalten. Aber wir beide merkten, dass wir für den Tag genügend Kilometer gerissen hatten und die Hitze macht ganz schön müde. Also fanden wir uns wenig später in dem (großen) Garten von Grace wieder, der für Camping geeignet ist. Ein Häuschen mit Toilette und Dusche gab es auch…was will man mehr für 20$ inkl. Steuer?! 

Am nächsten Tag ging es wieder weiter und nur wenige Meilen später standen wir dann vor dem Eingang zum „Devil´s Tower Park“. Da uns beiden in Anbetracht der vor uns liegenden Strecke nicht nach Wandern war, entschieden wir uns gegen die insgesamt 10$ Eintrittsgeld. Für ein paar Fotos war dennoch Zeit und ein kleiner Schnack mit den Betreibern zweier Stände, die auf dem Parkplatz aufgebaut waren. Ich konnte Nini davon abbringen, sich nicht ihren Namen auf den Tank der Transe pinseln zu lassen und wir haben auch nicht die „Wunderreinigungsmittel für Motorräder“ an dem Stand von Jerry gekauft, obwohl sich dieser bei der Präsentation viel Mühe gegeben hat. Dafür haben wir ausgiebig seinen Custom-Chopper begutachtet und unsere Sonnenbrillen wurden geputzt. Außerdem hat er uns eine Tour durch seinen RV-Bus gegeben…die Dinger wollten wir uns schon lange mal von innen anschauen. 

Dann ging es ab Richtung Süden nach Moorecroft. Wieder tanken und Getränke kaufen. Dann nahmen wir die 235km Autobahn unter die Räder bis Sheridan. Unterwegs wurde es unerträglich warm und mir wurde etwas schummrig. Nach einem Stop am Straßenrand ging es besser. Bald tauchten die ersten Schneebedeckten Gipfel am Horizont auf. Bis dahin hatten wir nichts als grüne Wiese links und rechts. Die Temperaturen gingen etwas runter, je näher wir den Bergen kamen. Ich war froh, als wir von der Autobahn runter kamen und die Fahrt wieder angenehmer wurde. Nini und ich waren ganz schön platt und so entschieden wir uns dafür, einen Campingplatz zu suchen und nicht bis nach Cody weiter zu fahren. So sind wir also seit gestern in Dayton (385 Einwohner). Wir haben unser Zelt direkt am Fluß aufgeschlagen, der wunderbar die Luft abkühlt. Die Betreiber des Platzes sind nicht besonders „liebevoll“, aber wir haben alles, was wir benötigen. Heute haben wir den Tag dazu genutzt, unsere Moppeds sauber zu machen und die Wäsche zu waschen + unsere Sachen zu sortieren, Routenplanung für die kommenden Wochen etc. zu machen. Gestern Abend war hier in Dayton sozusagen „Dorffest“. Wir waren beide zu müde, um daran teil zu nehmen…aber die gute, amerikanische Rockmusik wehte bis zu uns rüber und so wurden wir in den Schlaf gesungen. Heute hatten wir dann das Gegenteilige „Vergnügen“: eine Schülerband probte nebenan auf dem „Dorfveranstaltungsplatz“. Grundsätzlich finde ich das ja gut, wenn jemand ein Instrument spielt und Leute eine Band gründen….den Freggeln müsste man allerdings die Hände & Stimmbänder abschneiden. Die haben uns echt über Stunden mit ihren 6 Songs den letzten Nerv geraubt….aber Hauptsache deren Eltern haben nach jedem Lied und der 5. Wiederholung heftig Beifall geklatscht….

Die Moppeds stehen nun abfahrbereit vor dem Zelt. Es ist nun 22:30 Uhr und wir wollen früh los. Daher gehe ich nun die Zähne putzen und danach ab in den Schlafsack. Gute Nacht bzw. Guten Morgen nach Deutschland und euch allen eine gute Woche! Für uns geht es nun in die Grand Teton und Yellowstone Nationalparks.

K

P.S.: Ninis Transe braucht ein paar neue Schlappen!

 

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2 Kommentare zu “Tag 120 – 123 Durch die „Stadt der Biker“ vorbei am „Teufelsturm“ immer Richtung Yellowstone / Grand Teton

  1. Wo bleiben die News? Wo die Bilder? Da musste ich doch heute morgen meinen Kaffee ohne neidische Blicke in die Kiste trinken… Danke für die coole Postkarte!P.S. Ab sofort nur noch Nestle-Produkte kaufen!!

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