Tag 159 – 166 Autorenfrühstück, mehr Highway 1 und die Stadt der Engel

Datum: 05. September – 11. September  2011 Orte:  San Francisco ->  Marina -> Monterey -> Santa Barbara -> Camarillo -> Los Angeles -> Camarillo, Kalifornien, USA  Unterkunft: Motel, Gästebett von Rick   Wetter: sonnig Kilometerstand (CBF): 41270km

Ich bin ein wenig schreibfaul geworden die letzten Tage. Nun werde ich versuchen, die Erlebnisse zusammen zu fassen.

Der 05. September begann mit einem technischen Problem. Wir hatten unsere Motorräder beladen, uns von John bereits verabschiedet und wollten losfahren, als meine CBF nicht anspringen konnte. Die Ursache war nicht zu erkennen. Ich hatte genügend Benzin im Tank, die Batterie hatte Saft, die Einspritzung fuhr hoch, die Zündung blieb aus. Wir schon das Bike in die Einfahrt zurück, nahmen den Sitz ab und checkten die sichtbaren Kabel, Stecker & Sicherungen. Alles war OK. Ich versuchte noch ein paar Mal, die Maschine zu starten und plötzlich sprang sie an.

Also gab es ein zweites „Auf Wiedersehen“ mit John und wir fuhren wenige Straßen weiter zum Haus von Birgit. Sie hatte uns zu einem Frühstück eingeladen, nachdem sie über einen Bekannten von unserem Roadtrip durch das ADV-Forum erfahren hatte. Steve fährt eine ältere Transalp und wollte sich unbedingt Ninis Transe ansehen, bevor wir San Francisco verlassen. Birgit lebt seit vielen Jahren in den USA und stammt aus der Nähe von Stuttgart. Wir wurden herzlich empfangen und genossen das leckere Frühstück, bei dem wir uns über unsere Reisen & Erlebnisse austauschten. Wir hatten eine Menge Spaß! Nach dem Frühstück posierten wir mit unseren Hondas und machten Bilder von unserem Deutsch/Amerikanischen-Motorrad Treffen. Birgit hat ein wunderbares Buch geschrieben und uns eine Ausgabe inkl. Widmung & Autogramm geschenkt. Ich habe Ihre Lebensgeschichte in den letzten Tagen förmlich verschlungen und bin begeistert! Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte sich die Zeit zum lesen nehmen.

Nini und ich verließen San Francisco am Nachmittag und fuhren ein Stück über die Autobahn aus der Stadt raus. Dann bogen wir wieder auf den Highway 1 ab, um an der Küste entlang fahren zu können. Auf Grund des Feiertages war allerhand los auf den Straßen und teilweise kamen wir nur sehr schleppend vorran. Am Abend bezogen wir ein Zimmer in Marina. Am nächsten Morgen ging es weiter mit Ziel Camarillo. Mein Mopped machte keine weiteren Zicken mehr beim anlassen, allerdings funktionierten die Frontscheinwerfer nicht mehr. An den Birnen konnte es nicht liegen – die waren in Ordnung. Das Problem mussten wir bei nächster Gelegenheit überprüfen lassen.

Die Fahrt entlang der Küste war – wie immer in den letzten Tagen – einfach nur herrlich. Der Nebel hing tief und wir durchfuhren sonnige und trübe Abschnitte immer im Wechsel. „Big Sur“ ist bekannt für seine spektakuläre Straßenführung und wird oft als Drehort in Filmen und Autowerbungen verwendet. 

Nadine und ich waren vor drei Jahren schon mal hier. Wir sind damals nach San Francisco geflogen und haben uns einen Mietwagen genommen. Von dort aus waren wir in den Yosemite-Park gefahren, haben eine Nacht dort verbracht und sind dann zurück ans Meer. Von Monterey ging es durch L.A. bis kurz vor San Diego. Nach insgesamt zwei Wochen „on the road“ waren wir von L.A. aus zurück geflogen. Dies ist auch der Grund, warum wir bei diesem Motorrad-Trip den Yosemite-Park & weitere „Sehenswürdigkeiten“ auslassen. 

Unterwegs hielten wir an, um die Seelöwen am Strand zu beobachten. Die lagen gemütlich in der Sonne um sich den Pelz zu wärmen. Am Abend ging es durch Santa Barbara bis nach Camarillo. Da das TomTom immer noch schweigt, müssen wir wieder auf die alte Art & Weise navigieren. Dies bedeutet auch, an Tankstellen nach dem Weg zu fragen oder einen Wi-Fi Spot zu finden, um die Karte auf dem iPhone zu laden. Nach etwas längerer Suche kamen wir im Dunkeln bei Rick an. Rick hatten wir (mal wieder) im ADV-Forum kennen gelernt und eine Einladung von ihm erhalten. Unsere Hondas stehen nun in seiner Garage und leisten seinen beiden BMWs und seiner KTM Gesellschaft. 

Rick hatte unser Gästezimmer schon fertig gemacht. Also zogen wir am Dienstag Abend bei ihm ein. Seitdem hatten wir eine Menge Spaß miteinander. Wir waren u.a. bei einem super Italiener Essen und haben uns dort mit Freuden von Rick getroffen, am Wochenende hat er uns mit zu der Sommer Party der Firma mitgenommen, für die er arbeitet. Die Feier fand beim Firmeninhaber zuhause in dessen Villa statt. Das Haus inkl. Garten und Poollandschaft war beeindruckend.

Unsere Moppeds waren von Freitag bis Samstag in Ricks Lieblings-Werkstatt. Dort wurden die beiden auf Herz & Nieren überprüft, Öl gewechselt, geputzt usw. Die Probleme mit meiner Beleuchtung sind beseitigt. Es hatte sich Staub und Dreck unter dem Startknopf angesammelt und für Probleme gesorgt. Nun sind die Bikes fit für die Tour nach und durch Australien und wir sind 750$ ärmer.

Nini war heute nochmal in L.A. Wir waren letzte Woche bereits dort, haben unter der Adresse aber nur das Postfach in einem FedEx Store angetroffen. Nach einigen (nervigen) Telefonaten mit dem australischen Spediteur und seinem amerikanischem Geschäftspartner, hatten wir dann die richtige Adressen und irgendwann dann auch die notwendigen Informationen. Nini fuhr heute direkt zum Lagerhaus am Hafen, um alle Details zu klären. Nun kann alles seinen Gang gehen. Ich konnte sie leider nicht begleiten, weil ich mir gestern früh einen Hexenschuss eingefangen habe. Inzwischen kann ich mich halbwegs wieder bewegen – aber noch nicht Motorrad fahren.

In den kommenden Tagen machen wir noch einen Abstecher nach Las Vegas! Mehr dazu dann im nächsten Blog!

Wir haben nun eine eigene Facebook-Seite. Wir freuen uns auf mehr Fans – also anklicken!

K

Links:

Birgit Soyka – To Drink The Wild Air – Buch

Birgit Soyka – To Drink The Wild Air – Blog

 

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