Tag 210 – 217 Auf Wiedersehen Fiji, Viva la Visum und Willkommen in „Down Under“

Datum: 27.10.2011 – 03.11.2011 Orte:  Korolevu / Coral Coast Votualevu -> Nadi, Fiji -> Brisbane, Australien Unterkunft:  Hostel “Beachhouse”, Gaestebett von Diane, Gaestebett von Jarusch, Johannes, Claire & Ronni Wetter: sonnig

Wir haben die letzten Tage auf Fiji und im „Beachhouse“ sehr genossen. Am Tag unserer Rückreise nach Votualevu durften wir unser Zimmer bis 14 Uhr „behalten“ und mussten nicht um 10 Uhr auschecken. So konnten wir in Ruhe frühstücken, unsere Sachen zusammen packen und auf den Express-Bus warten. Kaum waren wir zu Fuß auf dem Weg zur Bushaltestelle, fing es an zu regnen. Aber wir hatten bald Deckung gefunden und so wurde unser Gepäck nicht völlig durchgeweicht. Zum Glück waren wir 15 Minuten zu früh da – denn kaum hatten wir Platz genommen, kam auch schon der Bus angerauscht. Unser Gepäck war schnell verstaut und wir haben Sitzplätze in der Nähe zueinander gefunden. Der Express-Bus ist ein „echter“ Bus! So mit Scheiben, Sitzen, Klimaanlage etc. Die Fahrt war wild – der Busfahrer hatte es offensichtlich noch eiliger als „express“ und steuerte den Bus mit 100 – 110 km/h über die kurvige & hügelige Küstenstraße, durch enge Ortschaften, mit wenig Abstand vorbei an Menschen, Kühen, Pferden und um die Schlaglöcher herum. Nach 1 1/2 Stunden sind wir am Kreisverkehr vor Nadi ausgestiegen, kurz in den Supermarkt gesprungen und dann mit dem Taxi die paar Kilometer „nach Hause“.

Ich stieg vorne ein und „freute“ mich sofort darüber, dass die aktuelle Ausgabe des „Wachtturms“ auf dem Amaturenbrett lag. Mit Jehova im Auto fühlt man sich gleich sicherer!

Nun waren wir wieder zurück bei Diane, Vicky und Meina. Felipé war vorbei gekommen und wir freuten uns über das Wiedersehen mit ihm. Am Abend kamen drei weitere Couchsurferin aus Norwegen an. Somit hatten wir „die Hütte voll“ und begossen den Abend mit einer letzten Cava-Zeremonie.

Am nächsten Tag packten Nadine und ich unsere Sachen zusammen und bereiteten uns auf die Abreise vor. Am Abend beschlich mich das Gefühl, doch nochmal genauer auf den Webseiten der australischen Botschaft nach den Einreisebedingungen zu schauen. Meine letzte Diskussion mit Nadine darüber endete damit, dass sie mich mit dem Brustton der Überzeugung darüber aufklärte, dass wir NICHTS beachten müssten und als Deutsche jederzeit einreisen könnten. Ha ha! Wie sich also knapp 15 Stunden vor Abflug heraus stellte, müssen wir uns online registrieren und können nur mit einer Genehmigung einreisen. Da hatten wir nun den Salat. Hängen 6 Wochen auf den Inseln ab und verpassen es, rechtzeitig einen dusseligen Antrag auszufüllen. Nun denn – das Kind war in den Brunnen gefallen und wir mussten postiv denken. Laut der Webseite sollte man den Antrag mindestens 14 Tage vor der geplanten Abreise absenden. Die Bearbeitung kann innerhalb von Minuten erfolgen – in der Regel dauert es aber mehrere Tage. Ich schnappte mir die Pässe und füllte die Anträge online aus. Danach mussten wir warten……und verrauchten gefühlt eine Schachtel Zigaretten und unterhielten uns darüber, was wir machen, wenn wir nicht am nächsten Morgen ins Flugzeug einsteigen können. Gegen 22 Uhr überprüften wir nochmal die email-Postfächer und siehe da – unsere Visaanträge waren bereits bearbeitet und genehmigt. Nun konnten wir also beruhigt ins Bett und uns auf Australien freuen!

Ja ja – wenn man das so liest, muss man sich zu Recht fragen, ob wir noch ganz knusper sind. Ich denke, wir haben aus dieser Erfahrung gelernt und werden uns in Zukunft wieder mehr darauf konzentrieren, was wir wann zu erledigen haben 🙂 Aber auf den Fijis ist es auch unheimlich verlockend, gar gar gar nichts zu tun und den Alltag weit weg zu schieben. Tja – und nun sind wir in Australien. Die Einreise war übrigens völlig locker und problemlos. Der Grenzbeamte hat uns innerhalb von einer Minute durchgewunken und die Quarantäne Kontrolle war auch locker. 

Willkommen in Down Under! Nun standen wir nach 4 Stunden Flug in Brisbane und mussten unsere Uhren wieder umstellen. Ich komme aus dem jetlag gar nicht raus 😉 Wir suchten nun unsere Gastgeber, die uns am Flughafen abholen wollten. Da wir Jarusch und Johannes noch nie gesehen hatten, war das ein wenig schwierig. Offensichtlich waren sie noch nicht da (unser Flug war auch schneller als geplant) und wir nutzen die Zeit, um uns am Vodafone Stand eine Prepaid SIM Karte mit Datenvolumen zu kaufen. Nun haben wir eine australische Mobilnummer und können auch im Busch unsere emails abrufen. Super! 

Jarusch und Johannes kamen nach ca. einer halben Stunden und nahmen uns mit zum Auto. Die Zwei stammen ursprünglich aus Tschechien, haben den Großteil ihres Lebens am Bodensee gewohnt und besuchen gerade ihren Sohn in Brisbane. Nadines Eltern haben Jarusch und Johannes in Spanien durch eine Bekannte kennen gelernt. Wir wurden aufgenommen, als ob wir seit Jahrzehnten zur Familie gehören. Mit dem Auto ging es quer durch Brisbane und Johannes erklärte uns gleich mal die Besonderheiten des Straßenverkehrs. Zuhause angekommen, bezogen wir unser Zimmer und lernten am Abend Ronni und seine Freundin Claire kennen. Ronni arbeitet an der Uni als Dozent und lebt fest in Australien. Seine Freundin ist Chinesin und lebt seit einigen Jahren in Australien. Dann gab es das erste Abendessen und Jarusch verwöhnte uns mit Frikadellen, Schweine- und Putenschnitzel, Kartoffeln etc. Ich fiel am Abend todmüde und gut gefüttert ins wunderbare Bett. Zum Frühstück gab es dann richtiges Brot, Woscht und Käse 🙂 Super – hier bleiben wir! 

Gestern Vormittag fuhren wir zu einem Einkaufszentrum. Dort besorgten wir ein paar Lebensmittel, die Tickets für den öffentlichen Nahverkehr und ich schaute in einer Apotheke vorbei, um was gegen meinen Durchfall zu unternehmen. Das Beratungsgespräch war sehr nett und am Ende davon stand ich in der benachbarten Arztpraxis und vereinbarte einen Termin. 

Den Nachmittag verbrachten wir mit sightseeing. Jarusch und Johannes erklärten uns das Bus-System und fuhren mit uns in die Stadt. Von dort schlenderten wir über den Uni-Campus (im nächsten Leben will ich Studentin in Brisbane werden!) und stiegen auf eines der Boote. In Brisbane sind die Boote Teil des öffentlichen Nahverkehrs und man kann mit denen im Minutentakt über den gewundenen Fluss quer durch die Stadt fahren. Günstiger und besser kann man die Stadt nicht kennen lernen. Nach knapp zwei Stunden Rundfahrt stiegen wir in der Innenstadt aus und zogen noch ein wenig durch die Fußgänger-Zonen. Hier gibt es allen Ernstes Känguruh-Hoden als Souvenier (Schlüsselanhänger) zu kaufen und andere schräge Sachen.

Am Abend gab es frisches Känguruh-Fleisch für uns und es war sehr lecker. Den Rest des Abends ließen wir lustig im Wohnzimmer zusammen mit Wiskey und selbstgemachtem Eierlikör (auf tschechische Art mit Rum) ausklingen. Nach dem Frühstück heute ging es zum Arzt. Nun habe ich ein starkes Antibiotikum genommen und warte darauf, was passiert. Alles wird gut!

Von unseren Motorrädern wissen wir noch nicht viel. Nadine hat inzwischen mehrmals mit der Spedition telefoniert. Die versprochenen Rückrufe blieben jedoch immer aus. Heute Mittag hat sie nun die Info bekommen, dass die Bikes in Brisbane beim Zoll sind und morgen neue Infos kommen. Da bin ich ja mal gespannt….

K

 

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Ein Kommentar zu “Tag 210 – 217 Auf Wiedersehen Fiji, Viva la Visum und Willkommen in „Down Under“

  1. Hey Mädels,na da ist Eure Einreise nach AUS ja gerade noch mal gut gegangen 🙂 Aber nun dürft ihr ja nur 3 Monate bleiben 😦 Aber für NZ braucht ihr definitiv kein Visum – dafür aber ein Weiterflugticket…Viel Spaß in Queensland,Kati & Jens

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