Tag 226 – 233 Freizeitvernügen, Wartezeit(un)vergnügen & Wiedervereinigung

Datum: 12.11.2011 – 19.11.2011 Orte: Brisbane, Australien Unterkunft: Gaestebett von Jarusch, Johannes, Claire & Ronni Wetter: sonnig Kilometerstand (CBF): 41457km

Die gute Nachricht zuerst: Unsere Motorräder stehen vor der Haustür! Die „schlechte“ Nachricht: Nach langem „Warten“, unzähligen Telefonaten, widersprüchlichen Aussagen etc. haben wir unsere Maschinen gestern endlich abholen können.

Die letzten Tage haben ganz schön unsere Nerven strapaziert. Vielen Dank an alle Freunde & die Familie, die uns zwischendurch immer Mut gemacht haben! Besonderen Dank an dieser Stelle nochmal an Jarusch, Johannes, Ronni und Claire, die uns weiterhin eine Luxus-Unterkunft bieten und uns bis „zum Ende“ so wunderbar versorgt, abgelenkt und aufgemuntert haben!

Wir haben eine neue Freizeitaktivität kennen gelernt: Das „Lawnbowling“. Gespielt wird unter freiem Himmel auf dem Rasen. Die Kugeln haben eine ungleiche Gewichtsverteilung und müssen mit viel Gefühl und gutem Zielvermögen die Bahn entlang geworfen werden. Eine nette Beschäftigung 🙂 Letzten Samstag war ich gemeinsam mit Jarusch, Johannes und Ronni beim Erstliga Fußballspiel im Stadion von Brisbane. Die Stimmung war gut – dafür das Spiel so la la. Brisbane (Tabellenführer) hat sich gegen den Gast Wellington (Tabellenletzter) sehr schwer getan und am Ende kam ein 1:1 raus. Nadine und Claire hatten keine Lust auf Fussball und sind shoppen gegangen.

Meine Laborergebnisse waren Anfang der Woche da. Also ging es zum 3. Termin mit dem Arzt. Schön – ich bin kerngesund. Schlecht – ich habe offensichtlich eine Laktose-Intoleranz irgendwann in den letzten Monaten entwickelt. Also ab sofort keine Milchprodukte mehr. Da ich schon ein paar andere Allergien habe (u.a. Nüsse, diverse Obstsorten) schränkt mich das nun weiter ein 😦 

Die Geschichte mit den Motorrädern:

Bis Mitte der Woche hatten wir immer noch keine Aussage, wann wir diese endlich abholen können. Wir riefen beim Zoll an, um die Container-Nummer überprüfen zu lassen. Die hatten aber keinerlei Eintrag über einen Container mit dieser Nummer. Das beunruhigte uns nur mehr. Die Stimmung war im Keller… Am Donnerstag Nachmittag bekamen wir dann die Info, dass die Bikes nun fertig wären und wir uns mit einer Mitarbeiterin direkt im Lagerhaus in Verbindung setzen können. Die Dame arbeitet allerdings von 7.30 – 16.00 Uhr und war nicht mehr da. Am Freitag Morgen haben wir sofort nach dem Aufstehen im Lager angerufen. Die Mitarbeiterin teilte uns mit, dass die Bikes NICHT abholbereit sind. Entgegen der Aussage unseres Spediteurs, waren die Maschinen noch nicht durch die Quarantäne-Inspektion und noch nicht durch den Zoll frei gegeben. Sie verabschiete sich am Telefon mit den Worten, dass sie uns am Nachmittag was Genaueres sagen könnte. Das wollten wir aber nun nicht mehr so weiter laufen lassen. Motiviert und „angetrieben“ von Jarusch setzen wir uns ins Auto und fuhren zum Lagerhaus rüber. Das war auch gut so – denn nur dadurch baute sich der entsprechend „Druck“ auf, sich nun um die Angelegenheit zu kümmern. Wie wir erfahren haben, sind unsere Carnets erst am Dienstag im Lager eingetroffen. Der Umschlag kam aus den USA….also hat uns der Spediteur die ganzen letzten 2 Wochen belogen, um Zeit zu gewinnen. Die haben schlichtweg vergessen, die Carnets los zu senden…grummel…. Lulu (die Mitarbeiterin im Lager) hat sich dann darum gekümmert, dass die Quarantäne Inspektion gemacht wird und der Zoll unsere Carnets bearbeitet. Wir sind für 2 Stunden an der Strandpromenade spazieren gegangen, haben ein Picknick gemacht und riesige Quallen beobachtet. 

Am frühen Nachmittag waren wir wieder im Lager. Endlich konnten wir zu unseren Maschinen!!! Die Wiedersehensfreude war groß! Leider hat meine CBF eine fette Delle im Tank. Nun dürfen wir uns noch mit der Versicherung bzw. weiterhin mit unserem Spediteuer herum schlagen…

Nadine und ich hatten die Uhr im Blick. Um 16.30 Uhr schliesst das Zulassungs-Amt. Also bin ich bei den Maschinen geblieben und Nadine hat sich zum Amt fahren lassen. Während ich die Batterien angeschlossen, das Gepäck sortiert usw. habe, hat Nadine die Info bekommen, dass wir die Fahrzeuge vorführen müssen. Eine Woche vorher hat sie die Aussage bekommen, dass sie nur die Papiere dabei haben muss….Das ist wie überall – man fragt 3 Leute und hat danach 5 verschiedene Aussagen. Also kamen die 3 mit dem Auto zurück zum Lager gedüst. Ich hatte die Maschinen bereits fertig (sogar die Transe sprang gleich an!!). Nini und ich hatten noch 13 Minuten Zeit, um zur ca. 6km entfernten Zulassungsstelle zu kommen. In kurzen Hosen und mit ein paar Tropfen Benzin im Tank, fuhren wir los. Wir haben es rechtzeitig geschafft und die Damen vom Amt waren so nett, uns noch zu bedienen. Das dauerte länger als erwartet. Unter anderem „regten“ sie sich darüber auf, dass die Fahrzeugnummer auf einer Plakette aufgebracht ist und nicht an einer sichtbaren Stelle in den Rahmen gestanzt ist. Nun denn…ca. eine 3/4 Stunde später hatten wir die australische Zulassung. Nun durften wir ganz offiziell auf Australiens Straßen fahren. Danach ging es direkt ab an die Tanke. Bezin auffüllen und Luftdruck prüfen. Wir standen noch keine 2 Minuten, da wurden wir das erste Mal angesprochen wegen unserer Kennzeichen und den Maschinen. 

Gestern Abend fielen wir totmüde und erleichtert ins Bett. Heute haben wir die Ausrüstung überprüft. Soweit alles ok – allerdings fehlen unsere Trinkrucksäcke. Die sind wohl auf dem Transport „irgendwie“ verloren gegangen. Die Bikes brauchten gaaaanz dringend eine Wäsche. Alles richt nach dem bezaubernden Duft „vermoderter Keller“ by Containerfracht. 

Nun können wir wieder starten und ein neues Land mit dem Motorrad erkunden! Beim nächsten Eintrag gibt es dann wieder lustige Lach- und Sachgeschichten aus unserem Alltag als Motorrad-Reisende.

K

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Ein Kommentar zu “Tag 226 – 233 Freizeitvernügen, Wartezeit(un)vergnügen & Wiedervereinigung

  1. Uiii, da strahlen aber zwei ganz schön um die Wette mit der australischen Sonne 😀 :-))Schön, dass es bei euch weitergeht. Und sorry Katja, wegen der LI… Weiterhin viel Spaß und fahrt vorsichtig!

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