Tag 241 – 250 Von Jetskis, Regenwäldern in der Regenzeit und wilden Tieren

Datum: 27.11.2011 – 06.12.2011 Orte: Airlie Beach -> Townsville -> Ingham -> Cairns -> Port Douglas -> Mossman -> Cape Tribulation -> Mareeba -> Malanda -> Millaa Millaa -> Ravenshoe -> Mt Garnet -> Greenvale -> Charters Towers -> Townsville, AUS  Unterkunft: Camping, Motel  Wetter: sehr heiß, sehr schwül , viel Regen Kilometerstand (CBF): 44948km

Nini und ich machten uns letzten Sonntag für unseren ersten Jetski-Ritt bereit. Kurz vor 12 Uhr wurden wir abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort angekommen bekamen wir eine theoretische Einführung und wurden mit Schwimmwesten, Brillen etc. ausgestattet. Gemeinsam mit 3 weiteren Pärchen ging es nun zum Steg und unser Guide Sam ließ uns auf den „HONDA AquaTrax F-15“ Platz nehmen. Unser Ziel war eine Insel ca. 25km entfernt. Nini durfte zuerst an das Steuer und ich übernahm später die Rückfahrt. Der F-15 hat einen 1500cc Reihen-Vierzylinder eingebaut und beschleunigt den Jetski unter 5 Sekunden auf 100km/h. Hui….Respekt! Wir hatten einen sehr sonnigen Tag mit ruhiger See erwischt – trotzdem hat es mich 2x vom Beifahrer-Sitz geschleudert. Die „Landung“ auf der Wasseroberfläche ist ab einer gewissen Geschwindigkeit nicht gerade sanft…aber außer ein paar Schulterschmerzen ist nichts passiert. Viel anstrengender ist es, in Shorts + Shirt + Schwimmweste + Hut wieder zum Jetski zu schwimmen und sich auf den Sitz hoch zu ziehen 🙂

Auf der Insel angekommen hatten wir ca. 45 Minuten zum entspannen und Zeit für einen kleinen Happen. Danach bekamen wir eine Tour durch das Aquarium und durften Baby-Haie halten, Fische + Rochen füttern und ein Biologe erklärte uns die Lebensweisen der Tiere. Nach einer Stunde ging es zurück auf die Jetskis. Diesmal gab es keine „Abwürfe“ und wir kamen alle heil im Hafen wieder an. Wir hatten eine Menge Spaß und hoffen darauf, dass wir mal wieder die Gelegenheit dazu bekommen werden!

 Am Montag regnete es mal wieder wie aus Eimern. Nadine und ich hatten furchtbaren Muskelkater vom Jetski fahren und hatten keine Lust, die nasse Campingausrüstung ein zu packen. Also ging es erst am Dienstag weiter Richtung Norden. In Townsville stoppten wir beim HONDA Händler und vereinbarten einen Termin, um meiner CBF eine neue Kette aufzuziehen und die Luftfilter an beiden Maschinen zu wechseln. Am späten Nachmittag fuhren wir bis nach Ingham weiter. Immer wieder wurden wir klatschnass zwischendurch und 20 Minuten später von der feucht-warmen Luft halbwegs trocken gepustet. Nach einer Nacht im trockenen Motel ging es weiter auf dem „Bruce-Highway“ durch Cairns durch bis nach Port Douglas. Der Captain Cook Highway ist wie aus dem Bilderbuch. Die Straße führt entlang der Küste und immer wieder blickt man zwischen den Bäumen auf Traumstrände. Leider sind diese nicht zur Nutzung durch den Menschen gedacht…die Krokodile, Quallen etc. haben diesen Lebensraum fest im Griff.

Wir bezogen unseren Campingplatz und gönnten uns Abends eine Abkühlung im Pool. Danach wurde gegrillt & gekocht und dabei ein interessanter Austausch mit einer chinesischen Familie über die unterschiedlichen Zubereitungsmethoden geführt. Der nächste Vormittag begann mit Frühstück und Wäsche machen. Danach ging es nach Moosman in den Daintree Forest. Über diverse Steege & Hängebrücken gelangt man auf einen knapp 2km langen Wanderpfad durch den Wald. Auf halbem Wege haben wir spontan Freundschaft mit Sandy (aus Kansas) und ihrem Mann Harry (aus Wales) geschlossen, die seit vielen Jahren in Australien leben. Die beiden erklärten uns viel über die Tiere und Pflanzen und gaben uns später noch viele nette Tips für unsere Tour nach Cape Tribulation. Bei dieser Gelegenheit nochmal der Hinweis auf die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit…wir sind Mitten in den Tropen und die Regensaison hat im November begonnen. Bei jeder kleinen Bewegung steht einem der Schweiß zentimeterhoch in den Schuhen und läuft in Rinnsalen das Gesicht und den Rücken runter. Nach unserer Wanderung gönnten wir uns eine Abkühlung und sprangen in den Fluss zum schwimmen. Dort tummelten sich bereits ca. 30 weitere Touristen & Einheimische. Woah…das Wasser war bitterkalt…aber es tat soooo gut!

Am darauf folgenden Tag packten wir unsere „sieben Sachen“ wieder auf die Maschinen und mit der Fähre ging es über den Fluss. Von dort aus folgten wir der Straße immer tiefer in den Regenwald bis nach Cape Tribulation. Unterwegs hielten wir beim „Bat House“ an und hatten ein besonderes Erlebnis. Eine winzig kleine Baby-Fruchtfledermaus wird dort gerade gepflegt und aufgepäppelt. Wir durften der Kleinen die Flasche geben! Ein paar Kilometer weiter trafen wir auf weitere Waldbewohner – eine Gottesanbeterin, einen Leguan uvm. Die Tier- & Pflanzenwelt in Australien ist wirklich unglaublich und es gibt so viel zu entdecken!

Cape Tribulation war der nördlichste Punkt unserer Australien-Reise. Von hier aus geht es nun immer Richtung Süden weiter. Am Nachmittag nahmen wir die Fähre zurück und kurz hinter Moosman bogen wir ab Richtung Mareeba. Es ging hinein in die Berge und die Straße machte mal wieder so richtig Spaß. 30km Kurve an Kurve immer weiter hinauf. Die Temperaturen wurden mit einem Schlag erträglicher und die Landschaft veränderte sich deutlich. Hügel, grüne Wiesen, Felder & Wälder + eine Menge Kühe. Am Abend stiegen wir wieder in einem Motel ab und starten am nächsten Morgen frisch ausgeruht. Rund um Millaa Millaa nahmen wir den Wasserfall-Rundweg unter die Räder. Weiter süd-westlich änderte sich die Landschaft wieder und wir fuhren fast 300km durch das „Nichts“. Der Highway wird zwischendurch immer mal wieder einspurig und die Roadtrains wirbeln den Staub auf…wenn es mal nicht gerade regnet. Unterwegs sahen wir hunderte große Erdhaufen, die wir für Ameisenhügel halten. Ich denke, es sind Alien-Eier….*lach*

Nadine wird einen eigenen Beitrag zum Thema „Roadkill“ schreiben. Daher erwähne ich hier nichts weiter. Fakt ist, dass wir alle paar Kilometer den Kühen ausweichen mussten, da diese auf Motorräder besonders panisch reagieren. Das liegt daran, dass die Cowboys neben Pferden auch Enduros einsetzen, um die Herden zusammen zu treiben. Am Abend kamen wir erschöpft im 150 Seelendorf Greenvale an und nahmen uns einen günstigen Campingwagen als Unterkunft. Am Morgen regnete es natürlich wieder und wir machten uns auf den Weg nach Charters Towers. Dort angekommen, ließ Nadine erstmal ihre Schuhe zum trocknen in der Tourist-Info stehen und wir suchten uns ein trockenes Plätzchen zum Mittagessen. Ich war total durchgefroren von der Nässe und den Klimaanlagen. Also bezogen wir ein Zimmer im wirklich super tollen „Royal Hotel“, wo wir für australisch-günstige Verhältnisse ein großes Zimmer mit Whirlpool-Badewanne für 95$ bekommen haben. Ich legte mich sofort im heißen Wasser ein und genoß die Bubble-Blasen-Massage. Auch Nadine gönnte sich später ein Bad.

Gestern zogen wir die nur 140km bis nach Townsville weiter. Unterwegs haben wir (endlich) viele (lebende) Känguruhs gesehen und auch fotografieren können!  Am Nachmittag besuchten wir das Aquarium und bestaunten das Riff & die vielen Meeresbewohner in ihren schillernden Farben. Abends fing es wieder an zu regnen und wir klapperten die Motels in der Nähe des Honda Händlers ab. Im Raintree Motel haben wir nun für zwei Nächte eine Unterkunft gefunden. Heute Vormittag haben wir die Maschinen zur Werkstatt gebracht und ich werde diese gleich abholen gehen. Nadine hat den Bus zum Hafen genommen und ist mit der Fähre nach Magnetic Island rüber gefahren. Evt. bleibt sie die Nacht dort. Ich hüte in der Zeit das Motel Zimmer, nehme mir Zeit für den Blog und die Sortierung der vielen Fotos. Nach über 8 Monaten „24/7-Zusammensein“ haben wir uns bewusst dazu entschieden, mal einen Tag getrennt voneinander zu verbringen. Ich bin gespannt, was sie von der Insel erzählen wird!

K

JetskiSdc17932Sdc17934Sdc17979Sdc17947P1090980P1090974P1090989P1090984P1090994P1100001P1100023P1100047P1100067P1100088P1100111Sdc18000P1100134P1100153P1100192P1100162P1100182P1100188P1100209P1100244P1100259Sdc18003Sdc18013Sdc17991Sdc18021P1100281P1100295P1100278P1100285P1100388P1100403P1100428P1100440P1100442P1100287P1100299P1100308P1100320P1100332P1100333P1100342P1100349Sdc18022Sdc18030P1100364P1100381

 

3 Kommentare zu “Tag 241 – 250 Von Jetskis, Regenwäldern in der Regenzeit und wilden Tieren

  1. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:SCHÖN! 🙂 (Baby-Bat! Knopfaugen! Süüüüüüüßßßßßßß)(Die Berichte sind übrigens auch super. Danke für’s Teilhabenlassen!) ;;-)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s