Tag 319 – 328 Von Lagerhäusern, Papierkram, dem Auenland und Hollywood in Wellington

Datum: 13.02.2012 – 21.02.2012 Orte: Auckland -> Ngaruawahia -> Otorohanga -> Te Kuiti -> Taumarunui -> Ohakune -> Wanganui -> Levin -> Wellington, Neuseeland  Unterkunft: Camping, Gaestezimmer von Gaby & Gregor, Gaestezimmer von Ursala & Marco Wetter: viel Sonne &  manchmal Regen Kilometerstand (CBF): 52929km

Montag früh kletterten wir in die Vanette, um sie zur Anmietstation zurück zu fahren. Schönerweise waren unsere Zollpapiere eingetroffen. So packten wir alle unsere Papiere ein, um schon mal ein paar bürokratische Hürden zu nehmen. Wir fanden schnell und direkt zurück zur Mietwagenstation und wurden genauso freundlich bedient, wie auch schon bei der Anmietung. Also können wir „DriveNZ“ uneingeschränkt empfehlen! Es wurde sogar noch besser: Da ein Mitarbeiter in die Stadt musste, um ein Auto abzuholen, bekamen wir eine kostenlose Beifahr-Gelegenheit und mussten nicht eine Stunde mit Bus & Bahn rumeiern. Vor dem Kunstmuseum wurden wir raus gelassen. Da lag es doch nahe, dass wir mal eine Runde im schicken Gebäude drehen. Zumal der Eintritt kostenlos ist! Wir hatten eine Menge Spaß und haben die verschiedenen Austellungen genossen. Wir schlenderten langsam Richtung Queenstreet, als die eMail mit der Rechnung vom Spediteur kam. Nun hatten wir alles zusammen, um die Bikes schon mal durch den Zoll zu bringen. Auf dem Weg dorthin stoppten wir kurz bei der Transport-Behörde und klärten noch offenen Fragen wegen der Zulassung.

Auch die Mitarbeiterin beim Zoll war super freundlich und nach einer halben Stunde hatten wir schon mal „grünes Licht“ für die temporäre Einfuhr! Nadine kümmerte sich die Tage dann noch um einen Termin mit dem Lager und der MAF (Biosecurity) und um die Überweisung für den Spediteur. Am Donnerstag war es endlich soweit und wir hatten um 13.00 Uhr den Termin zur Abholung der Hondas und zur Begutachtung durch die MAF. Alles lief wie am Schnürrchen. Die Bikes waren diesmal ohne Schäden eingetroffen. Der MAF Mitarbeiter war nach 5 Minuten durch und wir hatten wieder eine Hürde genommen. Die Jungs In Sydney hatten bei den Maschinen die Batterien nicht abgeklemmt. Das ist einerseits…nennen wir es ungewöhnlich …auf der anderen Seite ersparte es uns Arbeit und die Maschinen konnten gleich losstarten. Nun mussten wir uns noch einer Art TÜV-Prüfung unterziehen. Das kann in der Regel jede Werkstatt erledigen. Allerdings wurden wir von der ersten Werkstatt gebeten, doch woanders hin zu fahren, da sie nicht wussten, wie sie die Papiere ausfüllen müssen bei ausländischen Fahrzeugen. Also fuhren wir zur nächsten Prüfstelle, wo wir die gleiche Ansage bekamen. So langsam waren wir etwas genervt davon 😦 Aber zu unserem Glück bekam der Werkstatt-Leiter das mit und war sofort bereit, sich um unser Anliegen zu kümmern. Das ganze Theater hat dann trotzdem über 2 Stunden gedauert. Unsere Motorräder mussten im neuseeländischen System registriert werden und nun kleben eine NZ Zulassung und eine WOF (Warrant of Fitness) Plakette an den Maschinen. Uuuufff – nun war alles geschafft (inklusive uns) und wir konnten zurück zu unserem „Zuhause in Auckland“ fahren.

Den Freitag nutzen wir aus, um unsere Ausrüstung zu prüfen und alles für die Abfahrt vor zu bereiten. Nadine schaute mit der Transe beim Honda Händler vorbei und ließ sich noch schnell eine neue Kette + Ritzel aufziehen. Nun konnte unser Motorrad Abenteuer in Neuseeland endlich weiter gehen! Ganz lieben Dank an dieser Stelle nochmal an Gaby, Gregor, Joschka und Sarah für die wunderbare Zeit in Auckland! 

Am Samstag morgen ging es los. Wir ließen Auckland hinter uns und fuhren in süd-westlicher Richtung. Der Motorway ist die ersten knapp 100km zweispurig ausgebaut. Als es einspurig wurde, machte es mehr Spaß! Die Sonne strahlte durch die Wölkchen und zum perfekten Wetter passte der perfekte Kaffe & Muffin bei einer kleinen Pause. Die nächsten Stunden fuhren wir durch die wunderschöne, grüne und sehr hügelige Landschaft. Nun wollen wir natürlich dieses schöne Land nicht auf den „Herr der Ringe“-Tourismus reduzieren – aber wir hatten das Gefühl, dass jede Sekunde die Hobbits hinter einer Kurve auftauchen. In der Tat kamen wir an Drehorten vorbei. Der ganz wunderbare Tag war ein super Start. Im schnuckeligen Städtchen Whanganui bauten wir unser Zelt am Abend auf einem Campingplatz auf. Da dieser direkt am Fluß liegt, hatten wir den ganzen Abend die hübschen Enten ums Zelt herum watscheln und später am Abend kam der pfiffige „Campingplatz-Hund“ noch vorbei. Der kleine Kerl war ganz schön quirlig und wollte eine Menge Streicheleinheiten. Nach Sonnenuntergang gings ab in die Schlafsäcke und es fühlte sich gut an!

Nachdem am nächsten Morgen wieder alles verstaut war und wir gefrühstückt hatten, zogen wir Richtung Wellington weiter. Die 160km zuckelten wir ganz gemütlich. Kurz vor der Stadt riefen wir bei Ursala und Marco an. Die zwei Couchsurfer und Motorradfahrer hatten uns zu sich eingeladen und wir freuten uns bereits auf das Kennen lernen, da sie auch vor kurzem 6 Monate mit den Motorrädern durch die USA getourt waren. Nach ein wenig Sucherrei hatten wir die richtige Straße und Hausnummer gefunden. Ursala und Marco besitzen zwar ein eigenes Haus in Wellington. Dieses haben sie aber vermietet, um von den Einnahmen ihre Reise zu finanzieren. Deshalb wohnen sie gerade noch nicht wieder zuhause, sondern sind als „Haussitter“ aktiv. Das war nicht zu unserem Nachteil, denn das Haus steht hoch am Hang und man hat einen spektakulären Ausblick auf die Stadt! Den Rest des Nachmittags verbrachten wir gaaaaanz gemütlich mit Tee, Kaffee, Kuchen, quatschen und Reiseberichte austauschen. Für den nächsten Tag verabredeten wir uns auf eine gemeinsame Ausfahrt mit den Maschinen. So zogen wir am Montag früh in einer bunten, internationalen Mischung los 🙂 Ursala aus Australien, Marco aus den Niederlanden und beide inzwischen „Kiwis“ mit uns zwei Deutschen auf 4 japanischen Motorrädern. Marco fährt eine 650´er Suzuki V-Strom und Ursala eine 650´er Kawasaki Ninja. So zogen wir gemeinsam los und Marco führte uns über viele kleine, kurvigen Landstraßen zu den schönsten Orten um und in Wellington. Dabei waren tolle Straßen, prima Ausblicke von den Hügeln, ein nettes Kaffe wo wir unsere erste „Ginger Schnitte“ hatten und vorbei an Stränden. Am Nachmittag dann wieder ein kleines „Herr der Ringe“ bzw. „Hollywood“ Highlight: Wir fuhren gemütlich die Küstenstraßen von Wellington ab und sehen Orlando Bloom, der gerade mit Frau und Kind spazieren geht!

Am Abend ging wir zu dem Lieblings-Chinesen der beiden Essen und ließen den Abend bei einem Bier vor dem TV ausklingen. Dienstag früh schliefen wir schön aus und nach dem Frühstück ging es in die Stadt zum „Te Papa“ Museum. Der Eintritt ist frei und direkt vor der Eingangstür gibt es kostenlose und dedizierte Motorradparkplätze! Sehr schön! Das Museum ist absolut einen Besuch wert. So verbrachten wir mehrere Stunden darin und erfuhren so viel in den ganz unterschiedlichen Ausstellungen über die Geologie & Geographie, die Pflanzen- und Tierwelt, die Maori-Kultur und die Geschichte von Neuseeland.

Abends besuchten wir gemeinsam mit unseren wunderbaren Gastgebern eine Dinnerparty von Freunden. Jeder brachte etwas mit und so konnten wir diverse Köstlichkeiten „aus der ganzen Welt“ vom Teller schnabulieren und dabei neue Leute kennen lernen. 

Nun sind wir auf der Südinsel und es regnet in Strömen. Wie wir hier hin gekommen sind und wen wir dabei kennen gelernt haben, erzählen wir dann beim nächsten Mal!

K

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2 Kommentare zu “Tag 319 – 328 Von Lagerhäusern, Papierkram, dem Auenland und Hollywood in Wellington

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