Tag 340 – 346 Warten auf die Sonne, Katja hebt ab und über die Pässe

Datum: 05.03.2012 – 11.03.2012 Orte: Queenstown -> Wanaka -> Haast -> Franz Josef -> Hokitika -> Arthur´s Pass -> Rangiroa -> Culverden -> Springs Junction -> Lewis´ Pass -> Greymouth -> Westport -> Kawatiri -> Richmond, Neuseeland  Unterkunft: Camping, Gästezimmer von Lex & Warren Wetter: viel Regen & Sonne  Kilometerstand (CBF): 56866km

Wir hatten eine gute Abreise aus Queenstown und fuhren über den „Scenic Drive“ Richtung Wanaka. Die Strecke war toll – bis auf die sich den Berg hochquälenden Wohnmobile – und die Aussichten mal wieder traumhaft. Je weiter wir Richtung Westküste kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Als wir am späten Nachmittag in Franz-Josef ankamen, hatte sich der Himmel komplett zugezogen und es lagen 48h Regen vor uns. Die Wolken hingen so tief, dass wir nicht mal die erste Hügelkette sehen konnten. So entschlossen wir uns, eine Cabin auf dem Campingplatz zu buchen, um es warm & trocken zu haben. Als „TOP10“ Mitglied bekamen wir 30-Minuten „Spa“ Nutzung geschenkt. Das haben wir an dem Abend auch gebraucht! Es hat sehr gut getan, eine halbe Stunde im heißen Wasser des Whirpools zu liegen und uns den Rücken massieren zu lassen.

Den nächsten Tag verbrachten wir zum größten Teil damit, die Ausrüstung trocknen zu lassen und uns um die organisatorischen Themen der Weiterreise zu kümmern. Laut Wettervorhersage sollte es am nächsten Abend aufklären und dann wieder die Sonne raus kommen. Also buchten wir 2 weitere Nächte und saßen das schlechte Wetter aus. Dienstag Abend hörte der Regen auf und wir konnten los ziehen, und zu den Gletschern wandern. Wir fuhren zum Fox Gletscher rüber und durchwanderten das gesamte Tal. Danach ging es noch zum Franz-Josef, wo wir in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne fast ganz alleine waren. Zurück im Ort stellten wir fest, dass alle Läden bereits geschlossen haben 😦 Dafür fanden wir eine Imbiss-Bude, die asiatisches Essen verkaufte und hatten eine lustige Unterhaltung mit dem Besitzer, der in 2 Jahren die Route66 auf einer Harley fahren will.

Nachdem Nadine sich ihren Traum vom Bungee-Jumping erfüllt hatte, war nun ich an der Reihe. Ich wollte schon immer mal in einem Helikopter fliegen. Und was liegt da näher, dass mit einem kleinen Ausflug auf den Gletscher inkl. Landung auf dem Schneefeld zu kombinieren?! So bestieg ich am Mittwoch Morgen um 8.30 Uhr gemeinsam mit einem australischen Ehepaar den Heli. Bei bester Sicht, blauem Himmel und Sonnenschein stiegen wir über dem Franz-Josef-Gletscher auf. Einfach super! Ich hatte einen riesen Spaß und genoss jede Sekunde vom Flug. Besonders in Erinnerung wird mir die Landung auf dem Schneefeld bleiben. Was für eine grandiose Aussicht auf die Berge!

Nach der Landung lud uns das australische Ehepaar auf einen Kaffee ein und wir saßen noch über eine Stunde zusammen. Die beiden haben uns nach Australien eingeladen. Also müssen wir wohl wieder zurück 😉

Nini und ich zogen gegen Mittag Richtung „Arthur´s Pass“ los. Die Strecke stand ganz oben auf unserer Neuseeland-Wunschliste und wir wurden nicht enttäuscht. Da ich meine Augen mal wieder nicht von der Landschaft lösen konnte, musste ich es wenig später „bezahlen“. Ich wollte an den Straßenrand fahren, um ein Foto zu machen. Dabei war ich zu schnell für den tiefen Schotter…die Maschine blieb zwar stehen, aber mit einem blockierten Voderrad bei eingeschlagenem Lenker ist fast immer die Konsequenz, dass man die Maschine ablegt. Zack – da lag die CBF im Dreck. Ich war schnell genug unten und gemeinsam mit Nadine haben wir die Maschine auch wieder in die Senkrechte bekommen. Kurzer Check – nix passiert; Mensch & Maschine in Ordnung. Also weiter geht´s! Da Nadine die Transe schon 3x hat „fallen lassen“ auf der Tour, haben wir gute Übung darin, unsere „Babys“ aufzuheben.

Am Abend kamen wir in Rangiora an und hatten dort endlich wieder Handy-Empfang. Als wir Warren anriefen, nannte er es „perfektes Timing“ – denn er hatte gerade das Fleisch vom Grill geholt. Warren und seine Frau Lex hatten uns eingeladen, bei ihnen zu übernachten. Wenige MInuten später standen wir vor ihrem wunderschönen Haus und waren „mittendrin“ im Familienleben. Die Eltern + Tante & Onkel + Kinder waren zu Besuch und es wuselte um uns herum von netten Menschen, die uns kennen lernen wollten. Die Motorräder durften wir in der Garage neben der Kawasaki von Lex und der BMW von Warren abstellen. Dann saßen wir auch schon am großen Esstisch und hatten die Teller voll 🙂 Unser Zimmer war ein Traum! Da versteht es sich von selbst, dass wir uns pudelwohl gefühlt haben. Am nächsten Morgen mussten unsere lieben Gastgeber früh zur Arbeit. Wir zogen zwei Stunden später los und fuhren diesmal über den „Lewis Pass“ zurück an die Westküste. Nachmittags gönnten wir uns einen leckeren Kaffee und eine Ingwer-Schnitte. Danach kamen wir an einem Waldbrand vorbei und am Abend in Greymouth an. Nachdem das Zelt aufgebaut war und wir uns mit zwei deutschen Weltreisenden unterhalten hatten, gingen wir an den Strand für den Sonnenuntergang. Super – endlich mal wieder barfuß rumlaufen und das kalte Wasser spült einem um die Beine.

Von Greymouth aus zogen wir Richtung Nord-Osten los. In Punakaiki stoppten wir, um uns im Nationalpark die „Pancake“ Felsformationen anzusehen. Warum die so aussehen, kann niemand genau sagen. Die „geschichteten“ Felsen geben den Geologen Rätsel auf. Von dort aus genossen wir noch ein paar Kilometer tolle Landstraße direkt am Meer entlang, bis wir ins Landesinnere abbogen. Von da an hatten wir ungefähr 150km PERFEKTES Fahrvergnügen. Blauer Himmel, grün-blaue & glasklare Flüsse, grüne Täler, sanfte Hügel und ein paar Berge, guter Straßenbelag, kaum Ortsdurchfahrten und eine Kurve nach der anderen. Heeerrrrrrrllllliiiiiicccchhhhh!

Nun sind wir in Richmond. Leider regnet es seit heute früh ununterbrochen. Das hatten wir aber schon in der Wettervorhersage gesehen und uns darauf eingestellt. Morgen wird es wieder besser und wir werden einen Ausflug in den Abel Tasman Park machen.

K

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4 Kommentare zu “Tag 340 – 346 Warten auf die Sonne, Katja hebt ab und über die Pässe

  1. Wooowwwww!!! Mich beeindruckt immer wieder, wie viele tolle Menschen euch begegnen und euch ein bisschen Heimat geben. Ob das in Deutschland auch so wäre? Nach dem Bungee-Jump (Nini, dazu hätte ich echt zu viel Schiss) kommt jetzt der Heli-Flug, nur die paar Bilder sind schon total klasse. Eine Erinnerung für eure Enkel-Kinder.Hier wird es langsam Frühling!! Kuss, Biggi

  2. Ja, es war echt super! Und alle die unseren Blog lesen, werden natürlich in Zukunft jeden bepackten Motorradfahrer mit ausländischem Kennzeichen ansprechen, ob er/sie schon einen Platz zum schlafen für die Nacht hat ;-)Welche Enkelkinder? Ich dachte da eher an Nichten + Neffen in großer Anzahl!!!!

  3. Mal wieder a-tem-be-rau-bend, was Euch da vor der Linse lag, Ladies! Wie haltet Ihr so viele landschaftliche Superlative aus??? Wie sollen wir HIER uns neidlos mit Euch freuen, hm? Das wird IMMER schwieriger, jaja!

  4. Hallo Reni,dann warte mal die 8976 anderen Bilder ab 😉 Dia-Abend folgt im Juni wahlweise bei uns oder bei euch. Wann fangen die Sommerferien an? Wir werden ein paar Tage brauchen, bis alle Bilder durchgelaufen sind!VGK + N

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